Titelanwärter

von Redaktion

München – Erfolge wie zuletzt das 116:70 über Darüssafaka Istanbul können auch einem Profi mal den Kopf verdrehen. Bayern-Trainer Dejan Radonjic weiß das nur zu gut, der Montenegriner will sich mit den zunehmend rauschhafteren Erfolgserlebnissen der vergangenen Wochen deshalb auch lieber gar nicht befassen. Wichtig ist für ihn deshalb auch nur eines: „Wir spielen besser als zu Saisonbeginn.“

Und wer weiß, vielleicht ist der Zeitpunkt ja auch gar nicht der schlechteste, dass gerade jetzt einer der Vorzeigeclubs des Kontinents in München vorbeischaut. Mit ZSKA bekommen die Bayern heute (20.30 Uhr) im heimischen Audi Dome die noch ungeschlagene aktuelle Nummer zwei der Euroleague vorgesetzt.

Weil es halt ein Spiel ist, in dem man ziemlich viel gewinnen, aber umso weniger verlieren kann. Setzt man sich auch gegen das Ensemble mit dem geschätzten 40-Millionen-Budget durch, dann könnte das endgültig der Startschuss für eine große Saison in Europa sein. „Wenn du sie schlägst, dann kannst du alle schlagen“, sagte Center Leon Radosevic. Setzt es dagegen eine Niederlage, „dann ist das am Ende halt nur ein Spiel gegen eine Mannschaft, gegen die man verlieren kann.“

Nach sechs Spielen haben sich die Münchner mit drei Siegen schon einmal auf Platz acht gepirscht. Jenen Rang also, der am Ende gerade noch zur Teilnahme am Viertelfinale reichen würde. Es wäre historisches Terrain – in die Playoffs der Königsklasse brachte es eine deutsche Mannschaft bislang bekanntlich noch nie. Radonjic ist diese Perspektive noch egal: „Wichtig ist, dass wir zum Saisonende am besten spielen“. Natürlich. rp

Artikel 7 von 11