IN KÜRZE

WM-Traum geplatzt

von Redaktion

Reiten

Mit einem weiteren Sieg im German Master hat Isabell Werth, 49, ihre eindrucksvolle Siegesserie beim Weltcup-Reitturnier in Stuttgart gekrönt. Die Dressurspezialistin unterstrich ihre Ausnahmestellung, indem sie auch beim vierten Start in der Schleyer-Halle ungeschlagen blieb. Die erfolgreichste Reiterin der Welt setzte sich im Sattel von Emilio durch und feierte zum insgesamt 15. Mal den Sieg in der traditionsreichen Prüfung. Für ihren Grand Prix Special erhielt Werth von den Wertungsrichtern 79,872 Prozent. Damit lag sie deutlich vor Teamweltmeisterin Dorothee Schneider aus Framersheim mit Faustus (76,426). Dritte wurde Jessica von Bredow-Werndl aus Tuntenhausen mit Zaire (75,809), die im September in den USA ebenfalls zum siegreichen WM-Team gehörte.

Rallye

Sébastien Ogier hat sich zum sechsten Mal in Serie den WM-Titel gesichert. Dem Ford-Piloten reichte beim abschließenden WM-Rennen im australischen Coffs Harbour ein fünfter Platz, zumal seine größten Rivalen Thierry Neuville (Belgien) und Ott Tänak (Estland) ausschieden. Den letzten Lauf gewann der Finne Jari-Matti Latvala, der damit Toyota den Gewinn der Konstrukteurswertung bescherte. Der Franzose Ogier, 34, ist damit auf dem besten Weg, Rekordweltmeister Sébastien Loeb einzuholen. Sein Landsmann gewann zwischen 2004 und 2012 neunmal in Serie den Titel.

Golf

British-Open-Sieger Francesco Molinari hat seine triumphale Saison mit dem ersten Gesamtsieg im Race to Dubai gekrönt. Der Italiener beendete das mit 8,0 Millionen Dollar (7,08 Mio. Euro) dotierte Turnierfinale im Arabischen Emirat mit 282 Schlägen auf Platz 26. Da sein einzig verbliebener Rivale Tommy Fleetwood den erforderlichen Sieg mit 278 Schlägen aber deutlich verpasste, war Molinari schon vor Turnierende nicht mehr vom ersten Platz zu verdrängen. Keine Rolle spielte in Dubai Martin Kaymer. Der ehemalige Weltranglisten-Erste aus Mettmann landete zum Abschluss mit 292 Schlägen nur auf Platz 55 unter 59 verbliebenen Startern.

Rugby

Für die deutsche Auswahl ist der Traum von der ersten WM-Teilnahme geplatzt. Beim Repechage-Turnier in Marseille unterlagen die „Schwarzen Adler“ dem Favoriten Kanada mit 10:29 (7:10) und haben nun keine Chancen mehr, die WM-Endrunde in Japan zu erreichen. „Wir haben sicher nicht unser bestes Spiel gemacht“, sagte Chefcoach Mike Ford: „Aber die Jungs haben alles gegeben – mehr kann man als Trainer nicht verlangen. Ich bin stolz auf die Jungs.“ Vor acht Tagen hatte Deutschland gegen Hongkong gleich mal 26:9 gewonnen; am kommenden Freitag findet das letzte Gruppenspiel gegen Kenia statt, das nach der Niederlage gegen Kanada aber keine Bedeutung mehr hat.

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