IN KÜRZE

Schwere Missstände

von Redaktion

Ski alpin

Für den kanadischen Rennläufer Manuel Osborne-Paradis ist die WM-Saison beendet, noch ehe sie so richtig angefangen hat. Der WM-Dritte im Super-G hat sich bei einem Sturz im ersten Training für die Weltcup-Abfahrt im kanadischen Lake Louise ersten Untersuchungen zufolge einen Schien- und Wadenbeinbruch zugezogen.Der 34-Jährige war im Mittelteil zu Fall gekommen und musste mit dem Hubschrauber geborgen werden. Das Training war nach dem Unf all für eine halbe Stunde unterbrochen. Die deutschen Läufer schlugen sich beim ersten Einsatz achtbar – Dominik Schwaiger (Königssee) überraschte mit Platz fünf, 0,76 Sekunden hinter dem Tagesbesten Christof Innerhofer aus Südtirol. Thomas Dreßen (Mittenwald/+0,88) belegte Rang neun.

Bob

Der russische Ex-Pilot Alexander Subkow darf nach dem Urteil eines Moskauer Gerichts seine zwei wegen Dopings aberkannten Goldmedaillen der Winterspiele in Sotschi 2014 behalten. Subkow sei in Russland nicht verpflichtet, eine anderslautende Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs (CAS) zu erfüllen. Das teilte das Moskauer Stadtgericht gestern Abend mit. Subkow (44) ist mittlerweile Präsident des russischen Bobverbands. Er bestreitet Doping. Er hatte auch deshalb geklagt, weil mit der Aberkennung der Siege seine lebenslange russische Rente als Olympiasieger entfallen war. Das Gericht sprach ihm die Rente wieder zu.

Eiskunstlauf

Sie war der erste Eiskunstlaufstar der DDR. Unter anderem holte Gaby Seyfert bei den Olympischen Spielen 1968 in Grenoble Silber – in den beiden folgenden Jahren wurde sie jeweils Weltmeisterin. Heute wird Seyfert 70 Jahre alt. Die Chemnitzerin wird gerne mit einem verunglückten Bonmot von DDR-Reporterlegende Heinz Florian Oertel in Verbindung gebracht. „Jetzt dreht sich ihr Röckchen im eigenen Wind“, bejubelte der mittlerweile 90 Jahre alte TV-Mann eine gelungene Pirouette.

Doping

Das Kontrollsystem im deutschen Anti-Doping-Kampf ist in die Kritik gerückt. Der langjährige Kontrolleur Sven Laforce berichtet nach seinem Ausstieg von Missständen. Die Bezahlung sei schlecht, die Top-Athleten tricksten mit immer neuen Ausweichmanövern, Fußballer würden bevorzugt behandelt. „Fußball ist für uns Anti-Doping-Kämpfer ein rotes Tuch“, sagte Laforce der FAZ. „Da läuft nicht, wie es sollte.“ Man habe den Eindruck, dass für die Kontrollen immer dieselben Personen zuständig seien. „Ich bezweifle, dass die Resultate zuerst der NADA gemeldet werden“, sagte Laforce, der nach 21 Jahren seinen Job bei der schwedischen Kontrollfirma IDTM gekündigt hat. Die Sparsamkeit der Branche hat den Gymnasiallehrer zum Aufhören gebracht.

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