Hausse dank Hazard

von Redaktion

Gladbach verdankt seinen Aufschwung auch der guten Form des belgischen Nationalspielers

VON MORTEN RITTER

Mönchengladbach – Zu Beginn seiner Bundesligakarriere galt Thorgan Hazard als Chancentod – jetzt buhlen die Spitzenclubs Europas um seine Gunst. Der belgische Nationalspieler, Bruder des Chelsea-Stars Eden Hazard, hat sich bei Borussia Mönchengladbach zum absoluten Topspieler entwickelt und befindet sich in der Form seines Lebens. Beim 4:1-Sieg gegen Hannover 96 glänzte der belgische Nationalspieler mit einem Treffer und einem Assist Trainer Dieter Hecking bezeichnete ihn als „überragenden Spieler auf dem Platz“. Mit acht Treffern und fünf Vorbereitungen ist er derzeit der viertbeste Scorer der Liga.

Der flinke Außenbahnspieler blüht in dieser Saison richtig auf, auch in der Nationalmannschaft. „Wenn wir so spielen, ist das super. Ich hatte heute viel Spaß im Spiel“, sagte Hazard, der das Blitztor des Ex-Löwen Bobby Wood bereits in der 7. Minute mit einem sehenswerten Schlenzer ins linke obere Eck konterte. Vor allem im Borussia-Park ist Hazard erfolgreich: In den vergangenen vier Heimspielen war er an neun Toren beteiligt.

Der Gladbacher Höhenflug mit dem zweiten Tabellenplatz ist auch ein Verdienst von Hazard. Kein Wunder, dass die Borussia den im Jahre 2020 auslaufenden Vertrag schnellstmöglich verlängern möchte. Sonst wäre nur noch kommenden Sommer eine Ablösesumme für den Belgier zu erzielen. Der 2014 zunächst ausgeliehene Belgier wurde anschließend für etwa acht Millionen Euro verpflichtet, sein derzeitiger Marktwert liegt zwischen 25 und 30 Millionen Euro.

„Wir haben eine offene Kommunikation und ihm gesagt, dass wir gerne mit ihm verlängern möchten. Er möchte aber auch die sportliche Situation abwarten. Wir wollen uns im Frühjahr noch einmal zusammensetzen und sprechen“, erklärte Max Eberl. Gladbachs Sportdirektor schwärmt nicht nur von Hazards verbesserter Chancenverwertung, sondern auch von seiner läuferischen Leistung. Auch am Sonntag machte er wieder lange Wege nach hinten, um Bälle zu erobern. „Er ist ein richtiger Teamplayer geworden“, befand Eberl.

Mit Hazard in Hochform wird der Tabellenzweite große Chancen haben, in der Spitzengruppe der Bundesliga zu bleiben. „Im Moment macht die Mannschaft vieles richtig. Aber jetzt geht es darum, wie wir das Spiel in Leipzig am nächsten Sonntag angehen und wie gefestigt wir sind. Da werden wir auf Herz und Nieren geprüft“, sagte Hecking. „Das sind die Spiele, in denen wir beweisen müssen, wie gut wir sind.“

Dabei wird der Coach allerdings vorerst auf seinen Abwehrchef Matthias Ginter verzichten müssen. Der Nationalspieler hat sich einen Kiefer- und einen Augenhöhlenbruch zugezogen und wird wohl frühestens zur Rückrunde wieder mit von der Partie sein. Bis dahin wird Tony Jantschke den Innenverteidiger vertreten. „Auf ihn ist 100-prozentig Verlass“, erklärte Hecking.

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