Frankfurt/Main – Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) sieht sich bei der anstehenden Regionalliga-Reform weiter im Plan. Die dafür eingesetzte Arbeitsgruppe habe bei ihrer dritten Sitzung einen Vorschlag verabschiedet, der nun dem DFB-Präsidium vorgelegt werden soll, teilte der Verband mit. „Der Vorschlag sieht als vorrangiges Ziel weiterhin die Reduzierung der Regionalliga von fünf auf vier Staffeln vor, aus denen alle Meister direkt in die 3. Liga aufsteigen“, hieß es in der Mitteilung. DFB-Vizepräsident Peter Frymuth, der Leiter der Arbeitsgruppe, sagt: „Wir haben einen sehr schwierigen Prozess hinter uns, in den die Vereinsvertreter intensiv einbezogen waren. Der jetzige Vorschlag hat am Ende breite Zustimmung in der AG gefunden.“
Die Entscheidung sei einstimmig gefallen, enthalten hätten sich lediglich zwei Vertreter der 3. Liga. Der „Kicker“ hatte zuvor berichtet, die Regionalliga-Reform stehe kurz vor dem Scheitern, weil sich die Arbeitsgruppe bereits aufgelöst habe. Demnach hätte keiner der verschiedenen Vorschläge eine Mehrheit bekommen. Der DFB widersprach dem und betonte das Festhalten am bisherigen Zeitplan: Am 7. Dezember soll das DFB-Präsidium über den Vorschlag sprechen. Verabschiedet werden soll die Neuregelung beim DFB-Bundestag am 26. und 27. September 2019.
Bei dem Beschluss im Dezember 2017 hatte sich der DFB-Bundestag auf ein zweijähriges Übergangsmodell mit vier Aufsteigern aus fünf Staffeln geeinigt. „2019 muss die Zukunft der Regionalliga final geklärt werden. Hoffentlich im Konsens“, sagte Vizepräsident Rainer Koch damals.
Der Vorschlag sieht unter anderem vor, dass die Clubs der Regionalligen Nord, Nordost und Bayern auf zwei Staffeln verteilt werden. Sollte dies den Verbänden nicht gelingen, „hätten sie eine genaue Begründung darzulegen, wie stattdessen die beiden Aufsteiger in ihrem Gebiet zu ermitteln sind“, hieß es vom DFB. Zudem gibt es weiterhin die Regionalligen West und Südwest. dpa/sid