Tölz erkennt: „Nicht unsere Kragenweite“

von Redaktion

DEL2: Was passiert, wenn die Löwen ihre Waffe, das Überzahlspiel, nicht einsetzen können

Bad Tölz – Mutig in der Gruppe: In Überzahl legen die Tölzer Löwen mittlerweile eine erstaunliche Effizienz an den Tag. Eine Powerplay-Quote von 25,5 Prozent sucht ligaweit ihresgleichen.

Allerdings reichte Tölz die Kaltschnäuzigkeit mit einem Mann mehr auf dem Eis nur zu einem Punkt am Wochenende: Am Freitag gegen Bietigheim retteten sich die Löwen mit zwei Powerplay-Toren nach einem 1:3-Rückstand in die Verlängerung. Unterlagen dann aber nach einem Tor, dem ein Foul an Casey Borer vorausgegangen war, mit 3:4. Und beim 1:7 in Kaufbeuren hatten die Tölzer gar keine Gelegenheit, ihre schärfste Waffe zu schwingen: Die Zweikämpfe verloren, zu oft selbst auf der Strafbank, manche Spieler schlicht überfordert, 0:5 hinten nach 20 Minuten. „Kaufbeuren ist ein starker Gegner, spielt vermutlich um die Meisterschaft mit, das war nicht unsere Kragenweite“, räumt Trainer Markus Berwanger ein.

Das ist schon eher der EHC Freiburg, den die Löwen heute (19.30 Uhr) zu Gast haben. „Ein direkter Konkurrent, die haben jetzt viermal verloren und können gerne ein fünftes Mal verlieren.“ Ob dann wieder Gelegenheit besteht, die Powerplay-Karte auszuspielen, bleibt abzuwarten: Freiburg ist DEL 2-weit zumindest in der Fairplay-Wertung ganz vorne.

In dieser Statistik haben sich die Löwen keine Meriten verdient: Kevin Wehrs und Goldhelm Kyle Beach sammelten in Kaufbeuren fleißig Strafzeiten. Manuel Edfelder, am Freitag positive, weil engagierte Überraschung des guten dritten Sturms, kassierte einen Zehner.

An Einsatz lassen es die Löwen traditionell nicht fehlen, auch nicht nach dem 1:3 am Freitag. „Da haben wir alle Kräfte mobilisiert“, lobt Berwanger. „Tolle Leistung meiner Mannschaft.“ Der allerdings am Sonntag eine weniger tolle folgte. NICK SCHEDER

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