Der argentinische Fußball-Spitzenklub River Plate aus Buenos Aires hat Einspruch gegen die Entscheidung der südamerikanischen Konföderation CONMEBOL eingelegt, wonach das Finalrückspiel um die Copa Libertadores am 9. Dezember in Madrid stattfinden soll. Die nach den skandalösen Vorkommnissen am vergangenen Wochenende verschobene Partie zwischen River Plate und dem Erzrivalen Boca Juniors soll im Estadio Santiago Bernabeu ausgetragen werden. Wegen der Vorkommnisse muss River Plate zudem zwei Geisterspiele austragen und umgerechnet rund 350 000 Euro Strafe zahlen. Den Einspruch von Boca, das den Sieg am Grünen Tisch gefordert hatte, lehnte der Verband bereits ab.
Der FC Bayern hat den Vertrag mit Nationalspielerin Sydney Lohmann vorzeitig um drei Jahre bis zum Sommer 2022 verlängert. Die 18 Jahre alte Mittelfeldspielerin hat sich in der laufenden Saison einen Stammplatz in der Frauen-Bundesligamannschaft erarbeitet.
Joachim Löw sieht der Auslosung der EM-Qualifikation mit gemischten Gefühlen entgegen. „Natürlich hätten wir uns für die Auslosung eine andere Konstellation gewünscht, aber wir stellen uns der Situation und nehmen sie an“, sagte der Bundestrainer vor seiner letzten Dienstreise des Horror-Jahres 2018. Bei dessen Abschluss mit der Auslosung im Convention Center von Dublin am Sonntag (12.00 Uhr/n-tv) ist die deutsche Nationalmannschaft nur in Topf 2 gesetzt. Damit drohen ihr Duelle mit einem Favoriten wie Weltmeister Frankreich, Vize Kroatien, Titelverteidiger Portugal, Spanien, England, Niederlande, Italien, Belgien, Polen oder Schweiz. „Ich glaube, dass es gar nicht so schlecht ist, wenn wir auch einen Gegner haben, der ein echter Prüfstein ist“, sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel: „Als Vorbereitung für die EURO 2020, als Test um zu sehen, wo stehen wir wirklich in der Phase des Umbruchs, ist der ein oder andere starke Gegner genau richtig.“
Die juristische Aufarbeitung des Anschlags auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund wird vor dem Bundesgerichtshof fortgesetzt. Wie das Landgericht Dortmund bestätigte, haben sowohl der zu 14 Jahren Haft verurteilte Angeklagte Sergej W. als auch die Staatsanwaltschaft Revision eingelegt. Sergej W. war wegen versuchten Mordes, Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion und gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden. Der Vorsitzende Richter blieb damit unterhalb des Antrags der Staatsanwaltschaft, die lebenslängliche Haft gefordert hatte. Die Verteidigung hatte auf eine Strafe von deutlich unter zehn Jahren plädiert. Am 11. April 2017 hatte W. neben dem fahrenden BVB-Bus, der sich mit 28 Insassen auf dem Weg zum Heimspiel gegen AS Monaco befand, drei Sprengsätze zur Explosion gebracht.