IOC setzt Box-Weltverband massiv unter Druck

von Redaktion

Kontakt zu Olympia-Organisatoren 2020 untersagt – AIBA-Präsident im Zwielicht

Tokio – Boxen bleibt olympisch, doch dem Amateurbox-Weltverband AIBA geht es an den Kragen. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat eine Reihe von Sanktionen gegen die AIBA verhängt. So wurden die Vorbereitungen auf das olympische Boxturnier auf Eis gelegt, gleichzeitig eröffnete das IOC ein Verfahren gegen die AIBA, an dessen Ende der Bruch stehen könnte.

Es gebe „nach wie vor Anlass zu erheblicher Besorgnis“, teilte die IOC-Exekutive auf ihrer Sitzung in Tokio mit. Vor allem in den Punkten Good Governance, Finanzen und Ethik seien erhebliche Defizite ausgemacht worden. Es sei fraglich, ob die AIBA angesichts ihrer Finanzprobleme bestehen könne.

Für große „Unsicherheit“ habe aus Sicht des IOC auch die Wahl von Gafur Rachimow zum neuen AIBA-Präsidenten Anfang November gesorgt. Der zwielichtige Geschäftsmann aus Usbekistan wurde vom US-Finanzministerium als einer der führenden Kriminellen seines Heimatlandes eingestuft.

Aus diesem Grund leitete das IOC Maßnahmen ein. Dazu zählt, dass die Kontakte zwischen dem Boxverband und dem Organisationskomitee der Olympischen Spiele 2020 abgebrochen werden müssen. Die Planungen für das Ticketing, den Turnierplan und das Testevent seien ebenfalls unterbrochen worden. Auch Genehmigungen für Qualifikationsturniere werden nicht erteilt, hieß es. Gleichzeitig dürfe die AIBA weder die Olympischen Ringe noch das Logo des Organisationskomitees für Kommunikations- und Werbezwecke nutzen.  sid

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