Nordische Kombination
Eric Frenzel warf sich mit einem Tigersprung ins Ziel – doch diesmal reichte es für den Dauerbrenner der Nordischen Kombination nicht ganz: Um Haaresbreite hat der Olympiasieger aus Oberwiesenthal beim Weltcup in Lillehammer seinen 44. Karriere-Sieg verpasst. Im Zielsprint musste sich Frenzel mit 0,1 Sekunden Rückstand auf den neun Jahre jüngeren Norweger Jarl Magnus Riiber mit Platz zwei begnügen. „Ich habe alles gegeben, sehr viel investiert“, sagte Frenzel, der nach einem Springen unter chaotischen Bedingungen noch auf Platz fünf gelegen hatte: „Der Norweger hatte den Windschatten, ich den Gegenwind – das konnte ich nicht ganz halten.“ Mit dem ersten Podestplatz im zweiten Einzelrennen der Saison war Frenzel dennoch „sehr zufrieden“. Und das zurecht, hatte er doch als einziger deutscher Kombinierer nicht alle Chancen bereits am Morgen auf der kleinen Olympiaschanze von 1994 eingebüßt. „Es war ein irreguläres Springen, der Wind hat dauernd gedreht. Und zwei von uns haben dabei richtig in die Scheiße gegriffen“, schimpfte Bundestrainer Hermann Weinbuch.
SKI ALPIN
Lindsey Vonn, 34, will ihre Karriere doch nicht am Saisonende abschließen, sondern plant eine Verlängerung um ein Wochenende im nächsten Winter. Die Amerikanerin verkündete nun, dass sie die drei Speedrennen Anfang Dezember 2019 in Lake Louise noch bestreiten will. In dem kanadischen Wintersportort hatte Vonn 18 ihrer bislang 82 Weltcup-Siege gefeiert. An diesem Wochenende verpasst sie die Rennen wegen einer im Training erlittenen Knieverletzung. „Ich werde noch einmal nach Lake Louise zurückkommen, das ist wichtig für mich.“.
Boxen
Schwergewichtler Tyson Fury (Großbritannien) gab sich alle Mühe, vor dem WM-Duell am heutigen Samstag in Los Angeles gegen Champion Deontay Wilder (USA) sein Rüpelimage zu bestätigen. „Ich werde ihm so lange ins Gesicht schlagen, bis er so aussieht wie der Clown, der er ist“, pöbelte Fury. WBC-Weltmeister Wilder (40 Kämpfe, 40 Siege, davon 39 durch K.o.) meinte: „Ich habe in die Augen des Killers gesehen – und sah nur ein Kätzchen.“ Ex-Weltmeister Evander Holyfield sagte: „Das Tolle an diesem Kampf ist, dass wir alle darüber reden. Ich denke, Wilder gewinnt.“
Behindertensport
Der fünfmalige Paralympics-Sieger Michael Teuber hat am Freitag vor Beginn des Bahnrad-Weltcups im Berliner Velodrom einen Stunden-Weltrekord aufgestellt. Der 50-Jährige kam nach 60 Minuten auf 42,583 Kilometer (171 Runden). Die alte Bestmarke hatte Teuber selbst gehalten, sie stand seit 2005 bei 39,326 Kilometern. „Ich bin überglücklich. Ich konnte mir das Rennen gut einteilen und die letzten zehn Minuten noch ein bisschen schneller werden“, sagte Teuber (Odelzhausen).