Berwanger fürchtet: Bald auf dem Zahnfleisch

von Redaktion

In der DEL2 tun sich die Tölzer Löwen mit dem Toreschießen schwer – Trainer will einen vierten Block aufbauen

Bad Tölz – Ausnahmsweise konnten die Tölzer Löwen am Sonntag die Füße hochlegen. Die Partie des 23. DEL2-Spieltags gegen Frankfurt fand bereits Anfang Oktober statt und ging 2:9 verloren. Die freien Tage konnte die Mannschaft nicht richtig genießen, rutschte ohne eigenen Auftritt auf Rang elf ab. Das hätte nur ein besseres Ergebnis im Heimspiel am Freitag gegen die Lausitzer Füchse verhindern können, das 1:4 verloren ging.

Aber auch da sei nicht viel zu machen gewesen, meint Trainer Markus Berwanger. „Wir waren nicht besonders schlecht, aber Weißwasser hat uns sehr gut vom Tor weggehalten, und wir waren nicht zwingend genug.“ Ein Fehler machte die Schlussoffensive mit dem 1:4 zunichte.

Bemüht haben sich die Löwen ja. Aber es fehlt die Durchschlagskraft. Mit ein Grund dafür: die Tölzer Paradereihe, die derzeit nicht für die meisten gelungenen Aktionen sorgt. „Wir haben ein kleines Problem, wenn eine der drei Reihen ausfällt, die Tore schießen können“, räumt Berwanger ein.

Der Löwen-Trainer will zwingend einen vierten torgefährlichen Block aufbauen. Momentan hat er neben Max Hörmann wechselweise die drei Talente Kevin Slezak, Luca Tosto oder Aziz Ehliz für den vierten Sturm und stellt einen erfahrenen Mittelstürmer dazu. „Wir sind fit und können das eine Zeit lang stemmen“, sagt Berwanger. „Aber nach dem intensiven Dezember mit vielen Spielen kommen wir irgendwann auf dem Zahnfleisch daher.“

Wäre die Abwehr komplett, könnte er sich vorstellen, einen Verteidiger nach vorne zu ziehen. Doch sie ist es nicht. Talent Niklas Heinzinger (18) macht einen so guten Job, dass er momentan die Vorbereitung für die U 20-WM bestreitet. Kommt er in den Kader, fehlt er den Löwen länger.

Valentin Gschmeißner, der am Freitag erstmals nach seiner Bauchmuskel-Verletzung spielte, hat noch Trainingsrückstand aufzuholen. Mit dem Füße-Hochlegen ist es nun also bis auf Weiteres vorbei. NICK SCHEDER

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