Mehmet Scholl und der TSV 1860 – nein, das war zu den aktiven Zeiten des Bayern-Dribbelkünstlers keine harmonische Beziehung. Doch mit zunehmendem Abstand vom Profifußball entdeckt der 48-Jährige nun auch die Vorzüge des Löwen-Daseins. In der jüngsten Ausgabe der Bayern-2-Sendung Mehmets Schollplatten (noch bis Sonntag in der BR-Mediathek abrufbar) erzählte Scholl von einem Stadionerlebnis, das ihm Moderator und Löwenfan Achim „Sechzig“ Bogdahn dieses Jahr bescherte. Als „Revanche“ für einen gemeinsamen Champions-League-Abend in der Fröttmaninger Arena nahm Bogdahn seinen Spezl Scholl Ende März mit zum Regionalliga-Spiel der Löwen gegen den VfR Garching (4:1). Und der frühere Bayern-Profi war begeistert! „Die Sechzger-Fans sind alle nett zu mir gewesen, was ich so nicht erwartet hab“, erzählt er: „Und die Stimmung war grandios – so wie wir den Fußball lieben. Blut, Schweiß, Tränen, Geschrei, Blutgrätschen, auch ein bisschen prollig mal. Das ist unser Sport!“ Im Vergleich zu seiner Zeit als ARD-Experte, als er „nur noch unter Androhung von Arbeit ins Stadion gegangen“ sei, aber kaum mehr privat, sei die Atmosphäre auf Giesings Höhen eine Offenbarung gewesen: „Ich muss sagen, da ist mir der Sport bei 1860 näher.“ Vielleicht wächst ja doch noch zusammen, was lange unvereinbar erschien . . . lk