Bonn – Der Deutsche Schwimm-Verband steht plötzlich ohne Präsidentin da. Nach nur zwei Jahren an der DSV-Spitze ist Gabi Dörries zurückgetreten. Nachdem die von ihr vorangetriebene Reform mit der Erhöhung der Mitgliedsbeiträge als zentralem Bestandteil beim Verbandstag am Samstag vorerst gestoppt worden war, legte Dörries umgehend ihr Amt nieder. Ein Nachfolger kann erst beim Verbandstag im kommenden Jahr gewählt werden.
Aus dem Leistungssport gab es heftige Kritik. Die Stimmberechtigten hätten den Auftrag nicht erfüllt und eine Vision zerstört, schrieb die ehemalige Athletensprecherin Brandt in einem sozialen Netzwerk. „Ihr habt heute den Grundstein für das Ende des Leistungssports im DSV gelegt. Ihr habt heute langfristig die olympischen Träume vieler Aktiver zerstört oder ihnen zumindest auf ihrem Weg zu den Olympischen Spielen 2020 einen weiteren Fels in den Weg gelegt.“ dpa