IN KÜRZE

Werndl siegt, Schneider auf Rang 3

von Redaktion

Hockey

Erschöpft und erleichtert winkten die deutschen Männer den Fans auf der Ehrenrunde in Bhubaneshwar zu. Nach dem schwer erkämpften 5:3 (3:2) gegen Außenseiter Malaysia fiel der Jubel über den Gruppensieg und den damit verbundenen Einzug ins Viertelfinale eher verhalten aus. „Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht, wir haben defensiv nicht gut gearbeitet. Auch unsere Strafecken waren nicht gut, das ist normalerweise unsere Stärke“, sagte Christopher Rühr. „Ich weiß auch noch nicht, was da falsch gelaufen ist. Aber zu den K.o.-Spielen werden wir wieder da sein“, so Rühr, der nach einem Treffer (14.) und einer Torvorlage zum „Mann des Spiels“ gekürt wurde. Die weiteren Tore für den Olympiasieger von 2012 schossen Timm Herzbruch (2./Strafecke, 59.) und Marco Miltkau (18./39.). Die Gegentreffer durch Rahim Razie (26./42.) und Nabil Noor (28.) fielen jeweils nach Strafecken. Die deutsche Auswahl trifft am Donnerstag auf den Sieger der Partie Belgien – Pakistan.

Handball

Mit traurigen Gesichtern und hängenden Köpfen verließen die deutschen Handball-Frauen nach dem schmerzlichen 25:26 (10:12) gegen Ungarn das Parkett. Durch die zweite Turnier-Niederlage ist der erste Halbfinaleinzug bei der Europameisterschaft seit zehn Jahren für die DHB-Auswahl in weite Ferne gerückt. Das Team von Bundestrainer Henk Groener verfügt vor dem letzten Spiel in der Hauptrundengruppe II am Mittwoch gegen den WM-Dritten Niederlande über 4:4 Punkte und hat das Weiterkommen nun nicht mehr in der eigenen Hand. „Das ist bitter“, sagte Groener. „Aber das Leben geht weiter. In unserem Spiel war von Beginn an der Wurm drin.“ Alicia Stolle mit neun Toren und Xenia Smits (6) waren gestern in Nancy die besten Werferinnen für die DHB-Frauen, die nicht an den furiosen Auftritt beim 29:23 gegen Spanien zum Auftakt der Hauptrunde anknüpfen konnte. „Wir sind total enttäuscht“, sagte Kapitänin Julia Behnke.

Reiten

Benjamin Werndl hat den starken Auftritt der deutschen Dressurreiter beim Weltcup in Salzburg mit dem Sieg gekrönt. Der Reiter aus Tuntenhausen und sein Pferd Daily Mirror gewannen mit der Gesamtnote von herausragenden 80,790 Prozentpunkten. Alle drei deutschen Paare platzierten sich unter den besten Fünf. Zweiter wurde der in Deutschland lebende Schwede Patrik Kittel auf Delatio (80,010) vor Mannschafts-Weltmeisterin Dorothee Schneider (Framersheim). Schneider saß in Salzburg auf ihrem Nachwuchspferd Faustus und bekam 79,730 Prozentpunkte. Fünfte wurde Fabienne Müller-Lütkemeier (Paderborn) auf Fabregaz. Nach fünf von zehn Weltcup-Stationen führen Werndl und Schneider das Ranking mit je 65 Punkten an.

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