IBU-Chef Dahlin: Müssen den Laden aufräumen

von Redaktion

Hochfilzen – Der neue IBU-Präsident Olle Dahlin, 63, hat noch einmal eindringlich eine Runderneuerung des jahrelang von Skandalen gebeutelten Biathlon-Weltverbandes IBU angekündigt. „Wir müssen den Laden aufräumen, die Regeln überarbeiten und das Vertrauen zurückgewinnen“, sagte der Schwede in Hochfilzen.

Wichtig sei, führte Dahlin weiter aus, „eine verantwortungsvolle Führung und Transparenz. Wir brauchen einen guten Plan.“ In den kommenden Wochen und Monaten will die IBU zusammen mit den Verbänden und Partnern eine „Strategie für die Zukunft“ ausarbeiten. Dahlin war vor drei Monaten zum Nachfolger von Anders Besseberg gewählt worden. Der Norweger war im April angesichts massiver Vorwürfe im Hinblick auf Korruption und Dopingvertuschungen zurückgetreten.

Derzeit muss sich die IBU erneut mit dem Thema Doping beschäftigen. Die IBU habe, so Dahlin, „eine Reihe von Fällen auf dem Tisch, die müssen wir nun aufarbeiten“. Erst am Donnerstag hatte die österreichische Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) in Hochfilzen zehn Mitglieder des russischen Teams, darunter fünf Athleten, über ein Ermittlungsverfahren wegen möglicher Dopingverstöße bei der WM 2017 unterrichtet.  sid

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