Davos – Für die Kombinations-Olympiasieger Johannes Rydzek und Fabian Rießle war der Ausflug zu den Skilanglauf-Spezialisten bereits nach gut zweieinhalb Minuten beendet. In der Qualifikation zum Freistil-Sprint in Davos belegte Rießle Platz 78 unter 95 Startern und verpasste das Viertelfinale der besten 30 klar, Rydzek auf Platz 90 lag noch deutlich dahinter.
„Das war etwas Besonderes. Neue Erfahrungen gesammelt – Respekt an die Langlaufwelt“, meinte Rießle nach dem Rennen. Rydzek sprach von „einer coolen Erfahrung und großen Ehre. Vielen Dank für diesen interessanten Input!“
Die beiden Kombinierer, die als letzte Starter ins Rennen gegangen waren, hatten nach 1,5 km 12,63 beziehungsweise 17,36 Sekunden Rückstand auf Norwegens Olympiasieger Johannes Hösflot Kläbo, der in 2:22,39 Minuten die Bestzeit erzielte und sich später im Finale seinen ersten Saisonerfolg sicherte. Rydzek ließ auf der ungewohnt kurzen Distanz – die Kombinierer laufen zumeist 10 km – lediglich drei Australier, einen Bulgaren und einen Rumänen hinter sich.
Norwegens Top-Läuferin Therese Johaug bleibt derweil nach ihrem Comeback schier unbezwingbar. Die 30-Jährige gewann gestern in Davos über 10 km Freistil und feierte damit im fünften Distanzrennen seit ihrer Rückkehr den fünften Sieg. Die siebenmalige Weltmeisterin hatte aufgrund einer Dopingsperre mehr als zwei Jahre im Weltcup gefehlt. Johaug setzte sich in der Schweiz in 26:06,9 Minuten mit 12,1 Sekunden Vorsprung auf ihre Landsfrau Ingvild Flugstad Östberg durch. dpa