Skispringen
Katharina Althaus hat im französischen Premanon ihren zweiten Weltcupsieg binnen 24 Stunden gefeiert und wird damit immer mehr zur Überfliegerin des WM-Winters. Die 22-Jährige aus Oberstdorf setzte sich gestern überlegen vor Norwegens Olympiasiegerin Maren Lundby durch und baute mit ihrem dritten Saisonerfolg in Serie die Führung im Gesamtweltcup aus. „Jetzt, wo es so gut läuft, ist es einfacher“, sagte Althaus: „Man kann sich leichte Fehler erlauben und es funktioniert trotzdem. Ich bin total happy.“ Bundestrainer Andreas Bauer meinte: „Katharina hat sich in einen Lauf gesprungen. Sie nimmt das Gelbe Trikot völlig zurecht über Weihnachten nach Hause.“ Der Frauen-Weltcup macht nun eine vierwöchige „Winterpause“, erst am 12. Januar geht es in Sapporo weiter.
Schwimmen
Für die Lagenstaffel um Bronze-Gewinner Marco Koch reichte gestern auch der deutsche Rekord nicht, Marius Kusch fehlten im Wimpernschlag-Finale am Samstag zwei Hundertstel: Die deutschen Schwimmer haben zum Abschluss der Kurzbahn-WM in China zwar ihr zweites Edelmetall verpasst, aber mit insgesamt neun Rekorden und 18 Finalteilnahmen neuen Mut auf dem langen Weg zu Olympia 2020 geschöpft. „Wir haben Kampfgeist gezeigt“, bilanzierte Kusch nach Rang fünf mit dem 4×100-m-Quartett. Ohne die Vorschwimmer Florian Wellbrock, Franziska Hentke und Philip Heintz verbuchte der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) mit nur einer Medaille zwar das schlechteste WM-Ergebnis im 25-m-Becken seit zehn Jahren. Doch damit hatte Bundestrainer Henning Lambertz gerechnet. „Es fehlten ein paar Leistungsträger, um hier mehr Medaillen abzugreifen“, sagte der Chefcoach: „Aber die Leistungen haben gezeigt, dass sich die Leute nicht nur entwickeln, sondern langsam, aber stetig zur Weltspitze aufschließen. Das Team wächst zusammen. Wir sind auf dem richtigen Weg.“
Reiten
Zum zweiten Mal gewann Olympiasiegerin Dorothee Schneider in Frankfurt das Finale zum Nürnberger Burg-Pokal, die bedeutendste inländische Prüfung für Nachwuchspferde im Dressursport. 76,537 Prozent erhielt die Lokalmatadorin für ihren Ritt mit dem achtjährigen Wallach First Romance. Rang zwei ging an Isabell Werth mit dem ebenfalls achtjährigen Wallach Descolari. Ingrid Klimke wurde mit ihrer Zukunftshoffnung Bluetooth OLD, auch acht Jahre alt, Dritte. er