Späte Ernüchterung

von Redaktion

Haching verpasst Sieg über Osnabrück knapp – weiter in Reichweite zur Spitze

VON KLAUS KIRSCHNER

Unterhaching – Keinen Sieger gab es beim Duell der besten Offensive und der besten Defensive der Dritten Liga. Immerhin konnten Haching und Osnabrück mit dem 1:1 imposante Serien ausbauen, beide bleiben zum zwölften Mal hintereinander ungeschlagen. Aber die SpVgg verpasste es, noch näher an das Spitzenduo anzudocken, und die Osnabrücker mussten die Herbstmeisterschaft an Karlsruhe abtreten.

Haching-Trainer Claus Schromm vertraute der Formation, die in Lotte ein 0:0 verbuchte. Ein Feuerwerk brannten beide Teams bei eisigen Temperaturen nicht ab. Die Zuschauer mussten lange auf Tormöglichkeiten warten, denn die Trainer hatten ihre Defensivreihen gut eingestellt. Viele Unterbrechungen hemmten den Spielfluss, dazu gab es immer wieder Pausen durch Verletzungen, wobei es den Hachinger Kapitän Dominik Stahl mit einer Wunde an der Hand am Schlimmsten erwischte.

„Unsere langen Bälle waren wenig zielführend, so haben wir uns in der Pause vorgenommen mutiger nach vorne zu kombinieren und die Räume besser zu nutzen“, meinte Schromm. Die veränderte Taktik sollte aufgehen, denn nach 56 Minuten erzielte Lucas Hufnagel nach toller Vorarbeit von Luca Marseiller das 1:0. Doch die Gastgeber versäumten es, nachzusetzen, und Osnabrück übernahm immer mehr das Kommando. Zudem musste Schromm die Gelb-Rot-Gefährdeten Marc Endres und Sascha Bigalke austauschen. Dabei dachte der Coach wohl bereits an den Rückrundenstart am 23. Dezember im Sportpark gegen den KFC Uerdingen.

Bisher hatte Haching erst vier Gegentreffer im Sportpark kassiert. Das änderte sich in der 88. Minute, da erzielte Maurice Trapp den Ausgleich der Osnabrücker. „Das war natürlich ernüchternd, aber Respekt, wie die Osnabrücker zurückgekommen sind. Insgesamt geht das Unentschieden schon in Ordnung. Wir wollen aber in den weiteren Punktspielen unseren erfolgreichen Prozess fortsetzen“, lautete das Resümee von Schromm, der sich dann doch noch freute, dass sein Team zum Abschluss der Vorrunde immerhin in Reichweite zu den Aufstiegsplätzen bleibt.

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