Nürnberg – Da stand er nun und erklärte. Über zehn Minuten lang suchte Trainer Michael Köllner nach Argumenten, warum dieser 1. FC Nürnberg trotz seiner inzwischen neun Spiele anhaltenden Negativserie bundesligatauglich ist. Richtig überzeugend klang er nicht. „Fußball ist ein Ergebnissport, das wissen wir alle. Irgendwann bist du gezwungen, zu punkten“, sagte der 48-Jährige. Nur ist das Wie eben die große Frage.
Dürftige elf Punkte hat der Aufsteiger nach 15 Spielen gesammelt und ist Tabellenvorletzter, der Club leistet sich zu viele defensive Aussetzer und hat offensiv nicht die nötige Durchschlagskraft. Am Freitag beim 0:2 gegen den VfL Wolfsburg ging kein Schuss wirklich auf das VfL-Tor. Bei allem Eifer, den der FCN auch diesmal an den Tag legte, das wird nicht reichen.
„Wir hatten leider nicht die Brutalität, um die Möglichkeiten zu nutzen“, so Köllner. „Wir waren weite Strecken zu harmlos und haben naiv verteidigt“, stellte Verteidiger Tim Leibold: „So wird es enorm schwer.“ Vor Weihnachten reist Nürnberg noch zu Gladbach und empfängt den SC Freiburg am 22. Dezember. Es ist durchaus denkbar, dass der stolze Traditionsverein und neunmalige deutsche Meister danach Tabellenletzter ist. Leibold: „Es hilft nichts, den Kopf in den Sand zu stecken.“ sid