Severin Freund: „Ich gebe nicht auf“

von Redaktion

Engelberg – So weit weg von der Weltspitze war Severin Freund, 30, zuletzt als Teenager. Nach dem komplett verpatzten Vierschanzentournee-Test am vergangenen Wochenende in Engelberg wirkte der Wahl-Münchner ein wenig ratlos – und das zwei Wochen vor dem ersten Saisonhöhepunkt. „Es kann manchmal sehr blöd sein und sehr bitter. Aber das Letzte, was ich machen würde, ist aufgeben“, sagte Freund nach den Rängen 47 und 50. Ein so mieses Wochenendergebnis hatte Freund zuletzt im Dezember 2007 eingefahren – damals auch in Engelberg, mit 19 Jahren.

Freund – Olympiasieger, Weltmeister und Gesamtweltcup-Sieger – hatte 2017 zwei Kreuzbandrisse erlitten. Nach zwei Jahren kehrte der gebürtige Niederbayer nun zurück. Aber er steht nicht mehr an der Spitze, sondern ist nur noch einer von vielen – und er genießt keinen Freifahrtschein. „Bei diesem Verdrängungswettkampf muss Severin aufpassen, dass er den Zug jetzt noch erwischt. Wir werden ihn unterstützen, aber da gibt es irgendwann auch keine Gnade mehr, das ist schon Leistungssport, entweder ist man unter den besten Sechs oder nicht“, erklärte Bundestrainer Werner Schuster.  dpa

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