Skicross: Zacher kämpft sich Schritt für Schritt zurück

von Redaktion

Innichen – Sie kann mit der internationalen Skicross-Elite wieder mithalten. Das war die positive Erkenntnis, die die Lenggrieser Rennläuferin Heidi Zacher am Freitag nach ihrem „ersten scharfen Heat“ nach ihrer neuneinhalbmonatigen Zwangspause im Südtiroler Innichen zog. „Wunderdinge waren da nicht zu erwarten“, bekannte auch Peter Stemmer, der Headcoach der deutschen Skicrosser, der aber mit der gezeigten Leistung seiner Vorzeigefrau durchaus zufrieden war: „Eigentlich liegt die Heidi nach ihrer schweren Verletzung in ihrem Genesungsplan bereits wieder vorne.“

Nach ihrem Ausscheiden im Viertelfinale des ersten Weltcup-Rennens im Hoch-Pustertal gestern wurde die Skicrosserin vom SC Lenggries letztlich auf Rang 15 gewertet. „Ich muss mich Schritt für Schritt wieder nach vorne arbeiten. Das wird schon wieder. Ich brauche vor allem neben dem Training auch wieder mehr Wettkampf-Erfahrung“, sagte Zacher nach dem Rennen.

Zu Erinnerung: Das oberbayerische Skicross-Ass war im Februar, kurz vor Olympia, beim Training in Schweden bei einem Sprung von einer Windböe erfasst worden. Bei der harten Landung riss das Kreuzband im Knie. „Normalerweise braucht ein Athlet nach so einer schweren Verletzung eine ganze Saison, um wieder voll zurück zu kommen“, sagte Stemmer, der mit dem Regenerationsverlauf absolut zufrieden ist.

Gestern in ihrem Viertel-Final-Heat musste sich die 30-Jährige mit den beiden Kanadierinnen Marielle Thompson und India Sherret sowie der Österreicherin Andrea Limbacher auseinandersetzen. Nach einem ordentlichen Start fand sich Heidi Zacher nach den ersten Kurven allerdings nur auf Rang vier wieder. „Ich habe dann schon versucht zu überholen, war im Mittelteil der Strecke auch nahe dran, aber letztlich waren die drei Mädels vorne heute zu schnell für mich“, erzählte sie. „Ich werde mich von dem Resultat heute nicht stressen lassen. Ich merke ja selbst, dass es von Fahrt zu Fahrt wieder besser geht.“

Die nächste Gelegenheit zu zeigen, dass sie mit ihrer Einschätzung richtig liegt, hat Zacher bereits an diesem Samstag. Da steht für sie das das nächste Weltcup-Rennen, ebenfalls in Innichen, auf dem Rennprogramm.

Bester deutscher Skicrosser in Innichen wurde gestern Paul Eckert (WSV Samerberg), der auf Rang vier nur knapp das Podest verpasste. „Wenn bei jedem Weltcup einer von uns ins Finale der letzten vier fährt, dann passt das schon“, sagte Heli Herdt, Sportliche Leiter der DSV-Skicrosser. EWALD SCHEITTERER

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