Azubis und Oldies

von Redaktion

UND SONST NOCH . . .

. . . ja, es gab auch positive Erscheinungen außerhalb von Dortmund. Folgende Figuren dürfen in der Hinrunden-Nachlese nicht unterschlagen werden:

Luka Jovic: Der Frankfurter steht für ein Trio, das die Hinrunde insgesamt bereichert hat, denn in seinem Zusammenhang muss man auch Ante Rebic und Sebastien Haller erwähnen. Jovic gehört mit seinen 20 Jahren die Zukunft – womöglich liegt sie sogar beim großen FC Bayern.

Serge Gnabry: Der Münchner ist das Gesicht des Umbruchs – bei Bayern wie in der Nationalelf. Er steht für alles, was dem deutschen Fußball zuletzt gefehlt hat: Tempo, Spielwitz, Mut. Einziges Manko: Nicht sehr strapazierbar. Aber wenn er fit ist, ist er nur schwer zu halten.

Thiago: Als der Taktgeber der Bayern ausfiel, kam sein Team aus dem Rhythmus. Der Spanier hat sich im Münchner Mittelfeld endgültig zu dem Magneten gemausert, nachdem sich alle Späne ausrichten. Unverzichtbar.

Timo Werner: Grübelt gerade, ob seine Zeit als Leipziger Azubi abgelaufen ist und er sich nun höheren Aufgaben widmen soll. Tendenz: Ja. Die Bayern machen keinen Hehl aus ihrem Interesse, und da der schnelle Offensivmann inzwischen auch noch seinen Torabschluss optimiert hat, wäre eine Liaison nicht unklug.

Friedhelm Funkel: Der 65-jährige Trainer-Oldie hat mit Fortuna Düsseldorf eine undankbare Aufgabe – und setzt dennoch Ausrufezeichen. Das 3:3 bei Bayern war der erste Coup, dann fügte er auch noch Dortmund die erste Niederlage der Saison zu. Alter schützt vor Coachen nicht – oh Fortuna!

Hendrik Weydandt: Binnen vier Monaten aus der Kreis- in die Bundesliga – der Hannoveraner wird die väterliche Steuerkanzlei so schnell nicht übernehmen. Der BWL-Student erhielt einen Profivertrag, kurz nachdem er vom TSV Groß Munzel gekommen war. „Ich bin jemand vom Dorf“, sagt der 23-Jährige.

Der Maulwurf: Mehr Einfluss als ein Schlüsselspieler, aber stets auf Tauchstation: Bei Bayern läuft die Suche nach dem Maulwurf, der Interna ausplaudert. Er hat einige Punkte geholt – für die Münchner Konkurrenz. awe

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