London – Kaum war Max Hopps Traum von der Sensation bei der Darts-WM jäh geplatzt, da verpasste ihm sein Bezwinger Michael van Gerwen auch noch eine verbale Ohrfeige. „Mit dem Talent, das er hat, hätte er schon weiter sein sollen“, schoss der Weltranglistenerste in Richtung Hopp, nachdem er seinen deutschen Rivalen in der dritten Runde mit 4:1 von der Bühne des Londoner Alexandra Palace gefegt hatte.
Und die Giftpfeile von „Mighty Mike“ flogen weiter. „Max ist ein phänomenaler Spieler, aber die Leute sollten nicht vergessen, dass das bereits seine sechste Weltmeisterschaft ist“, sagte der Niederländer bei Sport1 und hatte für den Geschlagenen gleich auch noch ein paar Tipps parat: „Ich rate ihm, sich nicht mit Dingen zu beschäftigen, die ihn vom eigentlich Wichtigen ablenken: dem Spiel.“
Mit großen Hoffnungen war der 22 Jahre alte Hopp in das „größte Match“ seiner Karriere gegangen, mit einem Sensationserfolg über den besten Darts-Spieler der vergangenen Jahre wollte er als erster Deutscher im „Ally Pally“ ins Achtelfinale einziehen. Doch die Landung auf dem Boden der Tatsachen war hart.
„Er war stellenweise einfach eine Klasse besser, deswegen war es teilweise eine kleine Lehrstunde“, analysierte Hopp nüchtern: „MvG ist unheimlich brutal.“ Immer wieder waren dem „Maximiser“ zuvor diese verflixten acht Millimeter schmalen Doppelfeldern zum Verhängnis geworden. Als Hopp endlich zu seinem Spiel fand, war es längst zu spät. „Am Anfang ist mir die Partie entglitten“, bekannte er. sid