IN KÜRZE

Nörl fährt wieder aufs Podest

von Redaktion

Nordische Kombination

Johannes Rydzek fluchte kurz, Fabian Rießle schaute etwas ratlos drein: Ausgerechnet Erzrivale Jörgen Graabak hat den deutschen Kombinieren der ersten Einzelsieg im Weltcup-Winter weggeschnappt. Im letzten Weltcup-Rennen 2018 spielte der Norweger seine ganze Cleverness aus und setzte sich im Zielsprint vor den beiden Deutschen durch. „Ach, natürlich ärgert man sich da im ersten Moment“, sagte Rydzek, konnte sich aber schnell mit seiner besten Saisonplatzierung anfreunden: „Ich bin super happy. Jetzt freue ich mich auf das Fest. Weihnachten zu genießen heißt, mal nicht an den Sport zu denken.“ Um 0,3 Sekunden musste sich Rydzek im Finale Graabak geschlagen geben, Rießle lag eine Sekunde hinter dem Norweger. Dabei hatten die beiden Deutschen die bessere Ausgangsposition, waren in Führung liegend in die letzte Kurve eingebogen. Vinzenz Geiger (5.) und Terence Weber (7.) sorgten für ein starkes deutsches Mannschaftsergebnis. Für große Aufregung hatte gestern ein völlig verunglückter Sprung des Weltcup-Führenden Jarl Magnus Riiber (Norwegen) gesorgt. Unmittelbar vor Riiber, der als letzter Starter springen sollte, waren große Teile der Anlaufspur weggebrochen. Nach notdürftigen Ausbesserungsarbeiten wurde der beste Springer der Kombinierer die Schanze herabgelassen, vermied nur knapp einen Sturz und landete auf Platz 43. Es folgten heftige Proteste der Norweger, die aber wirkungslos blieben.

Snowboard

Martin Nörl mischt weiter die Snowboardcross-Szene auf. Einen Tag nach seinem ersten Weltcupsieg in Cervinia fuhr der 25-Jährige aus dem niederbayerischen Adlkofen auf demselben Kurs als Dritter erneut aufs Stockerl. Konstantin Schad (31/Miesbach) wurde Sechster. „Es ist wieder megagut gelaufen, obwohl es schwierig war. Aber der Kurs liegt mir. Außerdem hatten wir wieder extrem schnelle Bretter“, sagte Nörl. In einem packenden Finale bei schwierigen Bedingungen mit teilweise starkem Wind fuhr das deutsche Duo von Beginn an vorne mit. Bei der letzten Zwischenzeit lag Schad sogar vor Nörl in Führung, kam aber in Sichtweite des Ziels zu Fall. Der hinter Tagessieger Emanuel Perathoner (Italien) letztlich zweitplatzierte Amerikaner Jake Vedder hatte ihn leicht behindert.

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