Unterhaching – Der Unterhachinger Sportpark war beim 4:0 (3:0) der SpVgg Unterhaching gegen den KFC Uerdingen ein Ort der Andacht und der Glückseligkeit. Nach einer Schweigeminute für den kürzlich gestorbenen Ex-Profi Stefan Reich gab es zahlreiche Momente der Freude. Stefan Schimmer traf doppelt, dazu waren Sascha Bigalke, der bei drei Toren seine Füße im Spiel hatte, und Alexander Winkler erfolgreich. Die Stimmung war bestens, wie man zum Beispiel Luca Marseiler in der 69. Minute bei seiner Auswechslung ansah. Der Offensivmann ging mit einem Lächeln, nachdem er seine Gegner zuvor mit seinen Dribblings mehrfach vor schwierige Aufgaben gestellt hatte. Erleichterung ob des gelungenen Jahresabschlusses machte sich nach dem achten Saisonsieg breit.
Auf Platz fünf mit 35 Punkten nach 20 Spielen und nur zwei Zählern Rückstand auf den Relegationsplatz waren die Rot-Blauen stolz. „Das haben wir uns in der Hinrunde hart erarbeitet“, sagte Verteidiger Markus Schwabl. Den deutlichen Sieg gegen die personell stark besetzten Krefelder mussten sich die Hachinger vor 2750 Zuschauern in der ersten Halbzeit aber erst erarbeiten. Nach dem 1:0 von Schimmer per Kopfball nach einer Flanke von Bigalke (10.) wurden die Gäste immer stärker. Nachdem Maximilian Beister und der ehemalige Löwe Stefan Aigner an Hachings Torwart Lukas Königshofer nicht vorbeigekommen waren, drehte sich allerdings das Blatt wieder.
Schimmer erhöhte nach einer Vorarbeit von Bigalke zunächst auf 2:0 (41.). Kurz vor der Pause legte Bigalke mit einem Freistoß-Aufsetzer zum 3:0 nach (45.). Die Partie war spätestens nach dem 4:0 von Winkler per Freistoß-Flachschuss in die lange Ecke entschieden (57.). Während Marseiler und zwei Mal Bigalke weitere Treffer auf dem Fuß hatten, blieben die Gäste bis zum Schluss harmlos.
18 Spiele haben die Hachinger bis zum Saisonende noch vor der Brust. In diesem Zusammenhang wertete SpVgg-Präsident Manfred Schwabl die Bilanz zur Winterpause positiv. „Wir haben eine gute Ausgangsposition für oben und für unten“, meinte er. Präsidenten-Sohn Markus Schwabl blickte positiv in die Restrunde voraus. „Unser Ziel war, so lange wie möglich oben dran zu bleiben. Wir sind in dieser Saison nicht mehr so grün hinter den Ohren wie in den Jahren zuvor“, sagte der Außenverteidiger. SpVgg-Cheftrainer Claus Schromm legte den Fokus bereits auf die verbleibenden Spiele ab Januar. „In den letzten Jahren hatten wir immer eine Delle nach der Winterpause. Wir werden alles geben, dass es in diesem Jahr diese Delle nicht mehr geben wird.“