Wellen

von Redaktion

Als der BVB im Sommer Axel Witsel verpflichtete, begleiteten den 20-Millionen-Einkauf auch Zweifel: Der 29-Jährige hat noch nie in einer Top-Liga gespielt, die Dortmunder holten ihn aus China, wo er des Geldes wegen gekickt hatte. Sechs Monate später ist der Belgier der Coup der Saison.

Witsel hat sich ohne lange Anlaufzeit zur zentralen Figur im Mittelfeld entwickelt. Er macht seinem Spitznamen „Chaloupe“ alle Ehre. Bei Lüttich, seinem ersten Profiverein, hatten ihn die Kollegen so getauft, weil sein Spielstil an das Hin- und Herwogen eines auf den Wellen schwimmenden Boots erinnert. Mit seiner ausgeglichenen Art ist er derjenige, der die Dortmunder auf Kurs und über Wasser hält. Für Drecksarbeit ist er sich nie zu schade, generell ist er keiner für die Show, dafür aber der, der die Offensivaktionen ebenso effizient wie unspektakulär einleitet. „Er hat eine natürliche Autorität“, sagt BVB-Berater Matthias Sammer. Die Zweifel sind längst ausgeräumt.  awe

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