Wie Tomba und Schild

von Redaktion

Jubiläumssieg Shiffrin schreibt Geschichte

Courchevel – Mikaela Shiffrin freute sich auf Weihnachten wie ein kleines Kind. „Ich sehe Matt, wir haben ein paar nette Dinge zu feiern“, sagte die Ski-Königin aus den USA, nachdem sie die Geschichte ihres Sports mal wieder neu geschrieben hatte.

„Matt“, das ist Shiffrins Freund Mathieu Faivre. Und weil der Franzose wie sie selbst im Ski-Zirkus unterwegs ist, sind gemeinsame Tage so selten wie kostbar. Zwar wusste Shiffrin nach ihrem 50. Weltcup-Sieg in Courchevel noch nicht, wo genau sie und Matt Heiligabend verbringen würden – wohl aber, dass es ein ganz besonderes Fest werden würde. Grund dafür sei auch Faivres dritter Platz beim Riesenslalom von Saalbach-Hinterglemm ein paar Tage zuvor, sagte Shiffrin, „das ist auch eine Art Geschenk für mich“.

Vor allem hat sich die dreimalige Weltmeisterin aber selbst beschert. 50 Siege, so viele wie der legendäre Alberto Tomba, „das ist unglaublich“, sagte Shiffrin, „ich bin doch erst 23!“ Zudem war noch nie ein Skifahrer oder Skifahrerin beim Jubiläumssieg jünger als sie, mit dem 35. Coup im Slalom zog sie außerdem mit der Rekordhalterin, ihrem Idol Marlies Schild gleich. Die Österreicherin hatte ihren vorletzten Sieg 2013 in Courchevel geholt. „Ich erinnere mich noch gut daran, wie sie im Ziel fast abhob“, sagte Shiffrin, damals Zwölfte, „da dachte ich: Vielleicht kann ich das auch.“ Sie kann! Und wenn sie sich beim Weihnachtsessen mit ihrem Matt nicht an einem Stück Braten verschluckt, dürfte sie Schild bereits am Samstag in Semmering/Österreich überholen.

Für ihren achten Slalomsieg im Jahr 2018, auch das eine Bestmarke, musste Shiffrin härter kämpfen als gewohnt. Erst im Schlussabschnitt entschied sie das Rennen für sich und distanzierte Petra Vlhova doch noch. Am Ende lag sie 0,29 Sekunden vor der Slowakin.  sid

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