Rom – Inter Mailand muss nach rassistischen Gesängen von Fans gegen den senegalesischen Neapel-Profi Kalidou Koulibaly zwei Heimspiele ohne Zuschauer austragen. Bei einem weiteren Heimspiel muss als Strafe für das Affengebrüll beim Match vom Mittwoch die Kurve der Inter-Fans im Meazza-Stadion gesperrt werden. Dies entschied die Disziplinarkommission der italienischen Liga. Mailands Bürgermeister Giuseppe Sala entschuldigte sich im Namen seiner Stadt für die Schmähgesänge.
Beim Serie-A-Spitzenspiel (1:0 für Inter) hatten Fans der Mailänder mehrmals das Brüllen von Affen nachgeahmt, um Koulibaly zu verhöhnen. Der Verteidiger wurde zehn Minuten vor Spielende nach zwei Gelben Karten hintereinander des Feldes verwiesen. Die zweite Karte hatte er erhalten, weil er dem Schiedsrichter nach der ersten sarkastisch applaudierte.
Unterdessen kam ein Anhänger von Inter Mailand bei einem Unfall nach Krawallen zwischen Fans ums Leben gekommen. Der Mann sei von einem Kleinbus überfahren worden und trotz einer Notoperation im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen, meldete die italienische Presseagentur AGI. afp