Kein Geld, leerer Markt

von Redaktion

Vergebliche Tölzer Verstärkungssuche

Bad Tölz – Ausgerechnet in der terminreichsten Phase der DEL2-Vorrunde droht den Löwen der Saft auszugehen. Nach vier Niederlagen in Folge flammte am Tag vor Heiligabend ein Hoffnungsschimmer auf. Erstmals seit dem Wiederaufstieg konnte der ETC Crimmitschau bezwungen werden. Das dies erst im Shoot-Out gelang – sei´s drum.

Doch schon in Dresden kehrte die Ernüchterung zurück. 1:3 verloren, 40 Minuten lang herzlich wenig aufs gegnerische Tor geschossen. „So viel Offensivpower haben wir nicht“, zielt Trainer Markus Berwanger auf die Formschwäche einiger Schlüsselspieler ab. Auffällig ist die Ausrechenbarkeit der Tölzer. Fällt mal ein Tor, ist nahezu immer die zweite Sturmreihe um die beiden Nordamerikaner Stephan MacAulay und Kyle Beach involviert. Zuletzt unterwegs mit Lubor Dibelka, den Berwanger versetzte, um einen „Impuls“ zu entfachen.

Kernproblem bleibt die Quantität des Kaders. In Dresden fehlten Manuel Edfelder (krank) und Andi Schwarz (Muskelverletzung – bis Januar). Schwarz ist einer von nur drei gestandenen Verteidigern. Die erhoffte Entlastung in Form einer vierten Sturmreihe ist durch die Ausfälle ohnehin schon wieder obsolet. Berwanger ist müde, die Forderungen nach mehr Personal zu präzisieren. Die Geschäftsführung wiegelt mit Argumenten des Geldes und des leeren Marktes ab. Die zeitweise in Aussicht stehende Playoff-Teilnahme gerät in den Hintergrund. Für Berwanger steht allein das Erreichen des zehnten Platzes im Fokus. „Wenn wir das schaffen, wäre das ein Erfolg.“

Die Stimmen sind leise geworden in Bad Tölz; der Grund hierfür ist gewiss nicht in der staden Zeit zu finden. OLIVER RABUSER

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