Der „Club“ ist Gesundheits-Herbstmeister

von Redaktion

Der (Hörfunk-)Moderator Fabian Siegel hat ein spezielles Hobby. Seit neun Jahren notiert er jede Verletzung eines Bundesligaspielers und die Ausfallzeit, die sich daraus ergibt (was insgesamt 16 000 Einträge ergibt). Seine Erkenntnisse präsentiert er im Blog fussballverletzungen.com. Nun hat der Stuttgarter Statistik-Freak seine Tabelle der Bundesliga-Hinrunde vorgelegt. Herbstmeister in Sachen Gesundheit ist der 1. FC Nürnberg mit durchschnittlich 16,18 Ausfalltagen pro Spieler.

Im richtigen Leben, der richtigen Bundesliga-Tabelle, ist der „Club“ aber Letzter. Es nutzt ihm also noch nicht so richtig viel, dass auf medizinischem Sektor offensichtlich gute Arbeit geleistet wird und/oder er vielleicht auch Glück hat.

Bei einigen anderen jedoch lässt sich ein Zusammenhang erkennen. RB Leipzig (Vierter) hält die Anzahl und Schwere der Verletzungen konstant niedrig (Zweiter in der Siegel-Tabelle) – voriges Jahr war er Meister in dieser Kategorie. Wesentlich verbessert hat sich Dortmund, das nun Dritter ist. Fabian Siegel ist schon länger aufgefallen, „dass die Teams von Lucien Favre in meinen Tabellen immer gut dastanden“. Er nennt Favre den „langjährigen Anti-Verletzungs-Guru unter den Trainern“. Auch Frankfurt springt nach oben: von Platz 13 auf fünf.

Abgestürzt: die TSG Hoffenheim. Der Nichtverletzungs-Vizemeister 2017/18 steckt 2018/19 als Vorletzter im Abstiegskampf. 35,5 Ausfalltage pro Spieler, also mehr als ein Monat in fünf Monaten, sind ein Brett.

Und die Bayern? Hatten einfach keine gute Hinrunde. Platz 13. Coman, Tolisso, Thiago, Robben, James trugen mit längeren Fehlzeiten zur nicht so guten Bilanz bei. Aber vielleicht war der Kader auch zu klein oder hat Niko Kovac zu hart trainiert. 13. war ja schon sein Platz voriges Jahr mit Frankfurt. Er beweist Konstanz.  gük

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