Peter Bosz hat vor einem Jahr eine bemerkenswerte Berg- und Talfahrt hingelegt: Erst rauschte er als neuer Trainer von Dortmund an allen vorbei, stand zwischenzeitlich fünf Punkte vor dem FC Bayern. Dann aber brach der BVB völlig zusammen, holte aus acht Partien bloß noch drei magere Zähler und scheiterte in der Vorrunde der Champions League. Bosz musste gehen. Nun kehrt der Niederländer als Trainer von Leverkusen in die Bundesliga zurück. Hat er aus seinen Fehlern in Dortmund gelernt?
Bei den Borussen lief es schief, weil der 55-Jährige an seinem Offensivstil festhielt, ohne zu realisieren, dass seine damals limitierte Abwehrreihe ein zu großes Sicherheitsrisiko war. Zu Leverkusen passt seine Philosophie zunächst mal bestens; unter seinem glücklosen Vorgänger Heiko Herrlich wurde das Offensivpotenzial der Werkself nie voll entfaltet. Sieben Pleiten und nur 24 Punkte – das sind keine Parameter, die bei ambitionierten Bundesligisten ausreichen. Bosz weiß das aus Dortmund nur zu gut.