Meister – Letzter 1:2

von Redaktion

Niederlage im Penaltyschießen: München schwächelt gegen Schwenningen

München – „Wir schauen nur auf uns“, so lautet eine beliebte Eishockey-Floskel. Doch natürlich wird immer live geachtet, was die unmittelbare Konkurrenz macht. Im Fall des EHC München ist interessant: Welche Resultate erzielen die Adler Mannheim in der Deutschen Eishockey-Liga? Und was gibt es Neues vom EC Salzburg in der überwiegend österreichische besetzten Liga EBEL?

Die Mannheimer würde man in der DEL gerne noch einholen, doch sie hielten sich schadlos bei einer kniffligen Aufgabe: Auswärts beim Dritten Düsseldorf. Die Adler gewannen 3:2 und bleiben souverän vorne (jetzt sogar noch deutlicher).

Münchens Red-Bull-Markenbruder Salzburg ist der Gegner im Champions-League-Halbfinale (erstes Spiel am Dienstag) – und kriselt ein wenig. Am Freitagabend: 1:2-Heimniederlage gegen die Dornbirner Bulldogs, in der Tabelle nur Platz fünf.

Und der EHC selbst? Verlor in der DEL gegenüber Mannheim an Boden und blieb den Beweis schuldig, eine bessere Tagesform gehabt zu haben als Salzburg. Vor ausverkauftem Haus (Damen-Tag) ein schwaches Resultat: eine 1:2-Niederlage nach Penaltyschießen gegen Schlusslicht Schwenningen.

Die Münchner hatten Patrick Hager wieder mit dabei. Der Mittelstürmer war im Dezember aus einer längeren Verletzungspause zurückgekehrt, „leider hat es aber nur für drei Spiele gereicht“, sagt er, danach fiel er wieder für zwei Wochen (und sechs Partien) aus. „Diese Saison hat’s zweimal eingeschlagen“, sagt der Oberbayer, der beim EHC eine Art „Aggressive leader“ ist. Nominell lief Hager im vierten Sturm auf, bekam aber gleich wieder gut Eiszeit.

Schwenningen, Letzter, war eine aufsässiger Gegner. „Das war ein relativ intelligentes Drittel von uns“, zog Wild-Wings-Verteidiger Dominik Bittner nach den ersten 20 Minuten das Fazit zum 0:0. „Nach zehn Minuten hatten wir die Müdigkeit aus den Beinen.“ Schwenningen kam sogar zu mehr Torschüssen.

Der EHC traf in der 23. Minute zum 1:0, durch Trevor Parkes im Powerplay. Normal hätten die Dinge ihren Lauf nehmen müssen, doch Schwenningen hielt weiter entschlossen dagegen, hatte immer wieder gute Chancen – und erlauerte sich das 1:1. Münchens Star Matt Stajan verlor die Scheibe, der Lette Bukarts fuhr einen schnellen Konter, der Puck sprang an den Pfosten, von dort aber ans Bein von EHC-Goalie Kevin Reich und über die Linie (46.). So fand sich der Meister in der Verlängerung wieder. Mit beiderseitigen Topchancen (Stajan hier, Hult da), aber starken Torhütern. Ab ins Penaltyschießen: Da traf Schwenningen zweimal (Rech, Bartalis), für München nur Wolf. GÜNTER KLEIN

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