Geigers Comeback in der Weltelite

von Redaktion

Oberstdorferin sichert sich mit Platz fünf im Slalom von Zagreb das WM-Ticket

Zagreb – Es ist Jahre her, dass Christina Geiger so gut Ski fuhr. Und dass sie so glücklich war. Am Bärenberg unweit von Zagreb belegte die 28 Jahre alte Skirennläuferin aus Oberstdorf am Samstag einen hervorragenden fünften Rang. Der Abstand zu Seriensiegerin Mikaela Shiffrin bei deren 52. Weltcup-Triumph war enorm, aber Geigers Platzierung war auch ihre beste in einem Slalom seit einem vierten Rang im Dezember 2011. Und zugleich die Fahrkarte zur WM im Februar in Are/Schweden.

„Eine gute, aber auch überraschende Leistung“, lobte der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier, er betonte Geigers „sehr engagierte und couragierte Fahrt“ vor allem im zweiten Lauf. Mit der drittbesten Zeit im Finale kämpfte sich Geiger noch von Rang elf weit nach vorne. „Ich habe mir gedacht, ich will endlich mal die Eins im Ziel sehen“, sagte sie.

Geiger hatte im Dezember 2010 sogar mal Rang drei in einem Slalom belegt, in Semmering. Dort hatte sie vor einer Woche bereits einen starken ersten Lauf gezeigt und Rang sieben belegt – war im Finale aber ausgeschieden. Doch jener erste, überzeugende Lauf und der siebte Rang beim Parallel-Slalom am Neujahrstag in Oslo waren auch ein Indiz, dass Geiger nach Jahren voller sportlicher und auch gesundheitlicher Rückschläge wieder im Aufwind sein könnte.

Angesichts der Erfahrung der vergangenen Jahre gab sich Maier allerdings zurückhaltend. Geiger „hatte schon öfter mal gute Vorstellungen, wo wir gedacht haben, es kommt der Kick nach vorne“, sagte er. Tatsächlich ist die talentierte, aber oft zu zaghafte Allgäuerin immer wieder mal unter die ersten Zehn im Weltcup gefahren, etablieren konnte sie sich dort nicht. weisen, wie gut sie derzeit ist.

„Ich wusste, dass ich es kann, das wussten auch die Trainer“, versicherte Geiger in Zagreb. „Leider“, ergänzte sie, seien eben in den vergangenen Jahren auch immer wieder Verletzungen dazugekommen.  sid

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