Kovac in Katar knallhart

von Redaktion

Der Bayern-Trainer lässt die Stars schwitzen – und probt gezielt mit seiner Stammelf

Doha – Mehr als 48 Stunden Wüsten-Schinderei haben die Bayern-Stars hinter sich. Die Hälfte ist also fast geschafft. Den heutigen Vormittag hat Trainer Niko Kovac seinen Spielern frei gegeben. Bis zu diesem Zeitpunkt präsentierte sich Katar-Kovac knallhart!

Das liegt an seinen intensiven Trainingseinheiten, und auch an seinem Umgang mit den Spielern. Am ersten vollen Trainingstag jagte Kovac seine Stars zwei Stunden über den Platz, gestern waren es zwar „nur“ 90 Minuten, dafür endete die Einheit mit einigen Sprints auf dem Nebenplatz. „ Das war dann eher die Kategorie unangenehm“, gab Thomas Müller einen kleinen Einblick in seine Leidenswelt. „Bisher sehen wir ganz griffig aus.“ Leon Goretzka verriet, dass seine Freizeitgestaltung zwischen den Einheiten eher monoton ist: „Ich versuche, mich von den anstrengenden Einheiten gut zu erholen.“ Heißt im Klartext: Bettruhe.

Seine Übungen hat der Coach detailliert handschriftlich auf einen Block geschrieben. Dort stehen Notizen wie „Rückwärtsbewegung im Sprint“ oder „Im Sechzehner Mann gegen Mann“. Und der Taktik-Zettel führt zum nächsten Punkt: Stammelf.

„Ich würde lügen, wenn ich die Leistungen aus der Hinrunde nicht honorieren würde. Die Mannschaft, die in den letzten Wochen sehr erfolgreich gespielt hat, hat einen gewissen Vorteil“, sagt Kovac. Das zeigt eben auch sein Taktik-Zettel und wird bei genauer Beobachtung der Übungen auf dem Platz deutlich. Denn: Meistens absolvieren die gleichen Kicker die geforderten Spielformen. Die üblichen Reservisten-Verdächtigen wie Sandro Wagner, Mats Hummels oder auch Javi Martinez finden sich dann eher in einer Gruppe mit den Nachwuchs- und Ergänzungsspielern wieder. Gut möglich, dass diese Härte im Konkurrenzkampf gewisse Vorteile mit sich bringt – zumindest wenn es nach Goretzka geht: Es gibt eine gewisse Selbstsicherheit, weil man besser weiß, was der andre macht, wenn ein gewisser Kern auf dem Platz steht.“ Allerdings stellt Knallhart-Kovac auch klar: „Wenn ich das Gefühl habe, dass einer denkt, er ist schon fix drin, kann es passieren, dass er auch fix draußen ist.“  bok

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