IM BLICKPUNKT

Riberys Steak-Genuss: Ein Selbsttest

von Redaktion

Warum hat neben dem Bayern-Profi Franck Ribery gefühlt jeder Fußball-Star im Dubai-Urlaub das Steak-Restaurant „Nusr-Et“ besucht? In Doha gibt es seit 2017 einen Ableger. Wir haben einen Selbsttest gemacht.

Teilweise stehen bis zu 80 Leute vor der Tür, erzählt Kellner Milos. In der Karte muss man Riberys Gold-Steak nicht lange suchen. Es handelt es sich um ein Sirloin-Steak, sehr groß, mager, aus der Hüfte des Rinds. Kostenpunkt: 900 Riyal, also gut 220 Euro. Ob das wirklich wer bestellt? Ja, sagt Milos. Um 15 Uhr begann seine Schicht, allein bis 18 Uhr hatten schon vier Gäste das Gold-Steak geordert. Riberys Variante war ein Tomahawk-Steak, an einem langen Knochen. Das steht nicht auf der Speisekarte, muss extra bestellt werden und kostet rund 1200 Euro. Es ist gut dreimal so groß. Je größer, umso mehr Blattgold ist nötig. Der Reporter nimmt letztlich die Spar-Version, ein 200-Gramm-Filet-Mignon für 330 Riyal (ca. 80 Euro). Als es serviert wird, greift Milos zur Salz-Schüssel. So elegant wie sein Chef Nusret lässt er das Salz aus einem halben Meter Höhe zwischen Daumen und Zeigefinger auf das Steak rieseln. Danach wirkt es, als sei ein Hagelsturm über den Tisch gefegt. Das Filet-Mignon muss man sich selber schneiden, man bekommt es nicht in Stücken wie die großen Steaks. Aufessen wird bei Nusret groß geschrieben. Wenn etwa Kartoffelbrei übrig ist, wird er zusammengekratzt und der Gast gefüttert. MANUEL BONKE

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