Selbstvertrauen für Salzburg

von Redaktion

Im letzten Spiel vor dem CHL-Halbfinale gewinnt der EHC München 3:1 in Straubing – Starker Ehliz in neuer Reihe

VON GÜNTER KLEIN

Straubing/München – In Form oder nicht in Form für die große internationale Aufgabe, das Halbfinale in der Champions Hockey League am Dienstag (und Mittwoch in einer Woche) – das ist hier die Frage. Und der am Freitag mit der 1:2–Penaltyniederlage noch Schwäche zeigende Deutsche Meister EHC München hat sie in seinem zweiten Wochenend-Match am Sonntag in Straubing beantwortet: Ja, in Form. Er siegte bei den Niederbayern, einem der für sie traditionell unangenehmsten Gegner in der DEL, 3:1 (0:0, 2:0, 1:1). „Ein über 60 Minuten gutes Spiel von uns, das baut Selbstvertrauen auf“, zog Ryan Button für den EHC Bilanz.

Man bekam wieder den typischen Michael-Wolf-JubelGesichtsausdruck zu sehen. Der ist geprägt von Allgäuerischer Nüchternheit. Der Kapitän, 37 Jahre alt, erledigt seinen Job und verzieht dabei keine Miene, einziger Gefühlsausbruch ist, dass er sich für die Vorlage bedankt und an der Bank entlangfährt und seinen Handschuh kurz gegen die der gratulierenden Kollegen pufft. Wolf hat lange verletzt gefehlt, nun spielt er sich wieder in Schwung. Ist er auf dem Eis, wird’s für den Gegner gefährlich.

Wolf „jubelte“ wolfmäßig nach dem 1:0 (26.) und auch nach dem 2:0 (34.). Allerdings war gar nicht er der Torschütze, sondern der neu in seine Sturmreihe gerückte Yasin Ehliz, der nach einem schnellen EHC-Spielzug durch die Straubinger Abwehr noch einen Tick eher an der Scheibe war, um sie über die Linie zu stubsen. Ehliz, der Neuzugang, konnte in dieser Szene seine Geschwindigkeit ausspielen, mit Verteidiger Andy Bodnarchuk war ein weiterer Münchner Spieler beteiligt, der auf den Kufen flott unterwegs ist – es lief.

Mit einem 2:0 gingen die Münchner also ins letzte Drittel, „in dem wir nicht zwingend ein Tor schießen, aber gut verteidigen müssen“, wie Yasin Ehliz bei Telekomsport sagte. Man muss ja auch Defensivspiel üben, dazu ergab sich die Gelegenheit, da der EHC sich mit Strafzeiten schwächte. So kamen die Straubing Tigers durch ein Powerplaytor von Antoine Laganiere auf 1:2 heran (45.). Der EHC hatte sich zu wehren, zumal Straubing eineinhalb Minuten vor Schluss seinen Torhüter durch einen sechsten Feldspieler ersetzte.

Der EHC überstand die niederbayerische Schlussoffensive. Verteidiger Abeltshauser gelang das Empty-Net-Goal zum 3:1 (59.). Er lächelte ein bisschen mehr, als Michael Wolf es getan hätte.

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