Einig mit Hudson-Odoi?

von Redaktion

Bayern bieten Chelsea 39 Millionen Euro

Doha – Geht es jetzt doch ganz schnell mit Callum Hudson-Odoi? Laut „Sky“ soll der FC Chelsea das vierte Angebot des FC Bayern für den 18-Jährigen in Höhe von umgerechnet 39 Millionen Euro grundsätzlich angenommen haben. Allerdings sei der Transfer damit noch nicht perfekt, Chelsea soll versuchen, den Youngster noch bis zum Sommer zu halten.

Der Trainer der „Blues“, Maurizio Sarri, hatte erst kürzlich dem Youngster öffentlich zum Bleiben geraten: „Er ist ein wichtiger Spieler für mich. Er hat hier eine sehr große Zukunft. Es wäre besser für ihn, zu bleiben.“ Doch vor allem der Spieler selbst soll dem Vernehmen nach auf einen Wechsel nach München und in die Bundesliga drängen. Dort wäre der Engländer dann in bester Gesellschaft. In Dortmund sorgt sein Landsmann Jadon Sancho (kam von Manchester City) mit 18 Jahren für Furore, in Hoffenheim hat der 19-jährige Reiss Nelson (Leihgabe des FC Arsenal) bereits sechs Treffer in 13 Partien erzielt. Aber warum sind gerade junge Engländer so begehrt?

Bei der U-17-WM in Indien im Oktober 2017 sicherte sich England souverän den Titel. Im Achtelfinale fegten die Engländer Japan 5:0 vom Platz, das Viertelfinale gewannen sie nicht weniger souverän gegen die USA 4:1. Im Halbfinale ließ England Brasilien mit einem 3:1 ebenfalls keine Chance und im Finale gegen Spanien spielte sich das Team in einen Rausch und gewann 5:2.

Zu den Nachwuchs-WM-Helden gehörten auch Sancho und Hudson-Odoi – beide Jahrgang 2000. Keine Frage, dieser Jahrgang ist mit Sicherheit eine Ausnahme-Ansammlung von Talenten, aber trotzdem hat sich auf der Insel einiges getan in den letzten Jahren in Sachen Ausbildung. Auch die U-20-Nationalmannschaft wurde 2017 Weltmeister. Kein Wunder, dass die Engländer mittlerweile als führend in der Nachwuchs-Arbeit gelten.

Dafür wurde nicht nur viel Geld in die Hand genommen, sondern auch viele Ideen umgesetzt. Unter anderem wurde massiv in die Trainerausbildung investiert. Außerdem legen sie mehr Wert auf die individuelle Schulung der Fußballer, weniger auf mannschaftstaktisches Verhalten.

Weil die englische Liga aber nicht nur gute junge Spieler, sondern die Klubs auch viel Geld durch Investoren haben, tummeln sich enorm viele gestandene Stars auf der Insel. An denen kommt selbst der talentierteste Youngster nur schwer vorbei. Da ist die Bundesliga ein gern genommenes Sprungbrett, wie die Beispiele von Sancho und Nelson zeigen – und bald wohl auch Hudson-Odoi.  bok

Artikel 5 von 11