HANDBALL WM

Nowitzki glaubt ans Halbfinale

von Redaktion

Zwei Tage vor dem Auftakt der Handball-WM sind bereits 480 000 Tickets für die Endrundenspiele in Deutschland verkauft worden. „Das sind 93 Prozent des gesamten Kontingents“, sagte Mark Schober, Vorstandschef des Deutschen Handballbundes, in Berlin. „Damit sind wir sehr zufrieden“, so Schober. Insgesamt peilen die gemeinsamen Ausrichter Deutschland und Dänemark 800 000 Besucher und damit einen WM-Rekord an. Die bisherige Bestmarke von 750 000 WM-Zuschauern wurde 2007 in Deutschland erreicht, als der Gastgeber triumphierte.

Deutschlands Handballer lockt für den Titel bei der WM in Deutschland und Dänemark eine Prämie von knapp einer halben Million Euro. Wie Bob Hanning, Vizepräsident des Deutschen Handballbundes (DHB), bestätigte, erhält das Team von Bundestrainer Christian Prokop für den Titel insgesamt 450 000 Euro. Für Platz zwei würde das DHB-Team 350 000 Euro erhalten, der dritte Platz würde mit 250 000 Euro entlohnt werden. Der vierte Platz würde immerhin noch 150 000 Euro einbringen. Hätte die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei der WM 2018 in Russland ihren Titel erfolgreich verteidigt, hätte jeder Spieler eine Prämie von 350 000 Euro bekommen.

Die deutsche Nationalmannschaft hat am Dienstagnachmittag vor knapp 2000 Zuschauern ihr erstes Training in Berlin aufgenommen. Bei der öffentlichen Einheit im Sportforum in Hohenschönhausen stimmte Bundestrainer Christian Prokop seine 16 Spieler mit lockeren Übungen auf das WM-Eröffnungsspiel morgen (18.15 Uhr/ZDF) gegen Korea ein. „Die Jungs haben sich darauf gefreut. Es kommt ja nicht jeden Tag vor, dass sie vor Publikum trainieren“, sagte Teammanager Oliver Roggisch.

Vor dem Auftaktspiel der Heim-WM fiebern viele prominente deutsche Sportler mit der Nationalmannschaft mit. Ihre Aussagen im Überblick:

Dirk Nowitzki, NBA-Basketballer und in seiner Jugend selbst Handballer: „Da muss mit der Nation im Rücken eine riesige Euphorie kreiert werden. Und dann geht’s um die Medaillen, denn wir haben 2007 gesehen, was im eigenen Land mit den Fans im Rücken alles möglich ist.“

Pascal Hens, Handball-Weltmeister von 2007: „Das Halbfinale muss unser Ziel sein, und dann ist alles möglich.“

Dagur Sigurdsson, früher deutscher Handballnationaltrainer, jetzt Japan: „Der Kader ist richtig stark, die können alles schaffen. Jetzt muss man auf die Platte bringen, wofür man steht und das werden sie machen.“

Berti Vogts, Fußball-Welt und Europameister: „Die Chance auf das Halbfinale ist da, wenn alle zusammen daran glauben.“

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