Auch Williams kann die Bayern nicht retten

von Redaktion

67:77 – Münchner Basketballer kassieren bei Panathinaikos Athen eine unnötige Niederlage

VON FABIAN RIESE

Athen – Am Dienstag hatte es für die Basketballer des FC Bayern immerhin noch zu einem kleinen Rundgang durch Athen gereicht. Das freilich sollte alles bleiben, was die Münchner nach dieser zweiten Dienstreise im neuen Jahr am Ende in den Händen hatten. Bei Panathinaikos Athen kassierten die Bayern eine 67:77 (31:43)-Niederlage. Niederlage Nummer zwei im neuen Jahr – der Blick in der Euroleague geht fürs Erste wieder nach unten.

Bayerns Basketball-Chef Marko Pesic hatte diesen Ausflug nach Griechenland ja auch als den Beginn einer Art Testreihe angesehen. Man wolle sehen, wie das Basketball-Leben in Europa denn aussehen wird, wenn man in der Euroleague-Rückrunde nicht mehr unterschätzt wird. Und ok, man ahnte schnell: Leichter wird das Wiedersehen mit der Elite des Kontinents nicht werden.

Panathinaikos machte von Beginn an Dampf. Gerade Club-Urgestein Nick Calathes wirbelte munter durch die Münchner Reihen. Elf direkte Korbvorlagen sammelte er ein. Vor allem an den Anspielen über den Korb zu seinen einschwebenden Kollegen hatte der us-amerikanische Spielgestalter richtig Spaß. Trainer Dejan Radonjic reagierte schon zur Pause einigermaßen verschnupft: „Wir müssen besser verteidigen.“

Wie das funktionieren würde, da gab der griechische Traditionsklub ja auch handfesten Anschauungsunterricht. Über die gesamte erste Halbzeit hinweg ließ Panathinaikos nicht einen einfachen Münchner Korb zu.

Wenn gar nichts geht, so ist die Münchner Rechnung in den vergangenen Wochen, dann muss der Ball flugs zu Derrick Williams. Und der unverwüstliche US-Boy versuchte ja auch sein Bestes. 13 seiner 21 Punkte sammelte er bis zum Wechsel ein. Doch das war zu wenig – mit dem 31:43 war der deutsche Meister noch ganz gut bedient.

Eine Sache immerhin ist bei den Bayern in dieser Saison verlässlich. Moral hat das Team um Kapitän Danilo Barthel immer gezeigt. Und man versuchte es ja auch diesmal. Die Münchner packten in der Defensive zumindest ein bisschen entschlossener zu. Und die Bayern suchten den geradlinigeren Weg zum Athener Korb. Das zeigte Wirkung. Doch immer dann, wenn der sechsmalige europäische Champion in Reichweite zu geraten schien, streuten die Bayern wieder leichte Fehler ein. Man leistete sich Ballverluste, ließ freie Würfe liegen. Und das, das hat man schon in der Vorrunde schmerzhaft gelernt, werden in der Euroleague meist relativ gnadenlos bestraft.

So brachte Panathinaikos den Sieg letztlich vergleichsweise ungefährdet ins Ziel. Und den Bayern blieb als einziger Trost der Umstand, dass man ja schon bald wieder ran darf. Am Freitag ist dann Olimpia Mailand im Audi Dome zu Gast.

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