Dahlmeier freut sich auf Ruhpolding

von Redaktion

Biathletin fühlt sich besser – Endgültige Start-Entscheidung fällt am Montag

Oberhof – Laura Dahlmeier höchstpersönlich gab rasch Entwarnung. Nur einen Tag nach der Absage für das stimmungsvolle Heimspiel in Oberhof postete die Biathlon-Königin aus dem Schnee ein Selfie in Trainingsmontur. „Ich freue mich“, schrieb sie darunter, „wenn ich in Ruhpolding wieder fit an den Start gehen kann“. Bis dahin lautet die Devise aber: einsame Trainingskilometer statt Hexenkessel am Grenzadler.

Eine Erkältung über die Feiertage hatte die Doppel-Olympiasiegerin, die erst kurz vor Weihnachten nach langer Pause in den Weltcup zurückgekehrt war, ausgebremst. Also feilt die gesundheitlich so oft geplagte Oberbayerin in ihrer Heimat an der Form, statt sich beim Weltcup im Thüringer Wald durch Schneetreiben und Wind zu quälen.

„Laura ist jetzt seit vier, fünf Tagen im Training. Sie fühlt sich so weit ganz gut“, sagte Disziplin-Trainer Kristian Mehringer gestern in Oberhof: „Sie wird diese Woche wie geplant trainieren.“ Die Entscheidung, ob ein Start in Ruhpolding in der folgenden Woche schon möglich ist, falle am Montag.

Wenn es um die Gesundheit seiner in der Vergangenheit so oft angeschlagenen Vorzeigeathletin geht, lässt der Deutsche Skiverband höchste Vorsicht walten. „Oberste Prämisse ist, dass man nichts riskiert“, sagte DSV-Sprecher Stefan Schwarzbach. Die Garmisch-Partenkirchnerin war erst Anfang November in ein leichtes Training eingestiegen, nachdem sie in Folge gesundheitlicher Probleme und eines geschwächten Immunsystems eine mehrmonatige Zwangspause eingelegt hatte. Kurz vor Weihnachten gab Dahlmeier zwar ihren verspäteten Saisoneinstand in Nove Mesto – doch dann folgte auch schon der nächste Rückschlag. Gestern schrieb sie auf Facebook: „Nach meiner Weihnachtsgrippe steht jetzt wieder tägliches Training auf dem Plan.“

Alles ist nun darauf ausgerichtet, die siebenmalige Weltmeisterin bis zur WM im März in Östersund behutsam aufzubauen, schließlich ist sie dort in Normalform das heißeste Eisen des DSV im Kampf um Medaillen. In Oberhof müssen es daher in Abwesenheit von Dahlmeier und Vanessa Hinz, die krankheitsbedingt fehlt, erst mal andere richten.

Große Hoffnungen liegen im heutigen Sprint (14.30/ ZDF und Eurosport) etwa auf Denise Herrmann, die in der Pause zwischen den Jahren fleißig an ihren Schwächen mit dem Gewehr gearbeitet hat. „Denise ist sehr gut über die Tage gekommen, hat gut trainiert und hat Selbstvertrauen am Schießstand gesammelt“, sagte Mehringer. Und schon bei der World Team Challenge in der Schalker Fußballarena vor dem Jahreswechsel habe sie schließlich „gezeigt, dass sie es draufhaut“.

Beunruhigt wirkte Mehringer jedenfalls auch ohne seine Top-Athletin Dahlmeier im Kader überhaupt nicht. „Wir können positiv nach vorne schauen“, sagte der Trainer: „Ich denke, dass wir hier in Oberhof eine schlagkräftige Truppe dabei haben.“

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