Es gibt eine Theorie zur Teamchemie, der Weltmeistertrainer Heiner Brand hat sie formuliert. Eine Gewinner-Mannschaft, sagt er, braucht einen emotionalen und einen rationalen Leader. Beim deutschen WM-Sieg 2007 waren das Christian Schwarzer und Markus Baur. Und jetzt?
„Wer von den Emotionen her immer dabei ist, ist Patrick Wiencek“, hat Brand im Merkur-Interview gesagt. „Wie der für Mannschaft arbeitet. In der Deckung wie vorne, immer mit 100 Prozent Körpereinsatz.“ Wiencek, der emotionale Leader? Es kommen dafür auch andere in Frage, etwa Finn Lemke. Doch auf den Kreisläufer Wiencek – 29 Jahre alt, zwei Meter groß, 116 Kilo schwer – wartet eine knifflige Aufgabe. Er muss im Mittelblock rackern, im Angriff treffen – und versuchen, die Emotionen der Mannschaft zu steuern. cfm