James fühlt sich wieder wohl

von Redaktion

Gewinner und Verlierer: Lewandowski wird zum Teamplayer, Hummels irritiert im Internet

VON MANUEL BONKE

Doha – Durchschnaufen! Die Wüsten-Schinderei ist für die Bayern-Stars seit gestern vorbei. Aber welcher Spieler konnte in den anstrengenden Einheiten Eindruck machen? Wir nennen vier Gewinner und Verlierer des Katar-Trainingslagers.

Gewinner

Manuel Neuer: Der Torwart konnte nach seiner schlimmen Fußverletzung in der vergangenen Saison endlich wieder die Wintervorbereitung absolvieren. „Ich bin sehr froh darüber, dass ich mich auf die zweite Hälfte der Saison zusammen mit dem Team vorbereiten kann“, sagte der Bayern-Kapitän in Katar. In der Wüste wirkte Neuer stets konzentriert und fokussiert. Bei Spielformen mit Torabschluss hielt er auch wieder teilweise die unhaltbaren Schüsse. Man merkt: Der 32-Jährige will im Jahr 2019 endlich wieder Weltklasse-Leistung zeigen.

James: Nach seiner Verletzung zum Hinrunden-Endspurt steht der Kolumbianer wieder voll im Saft. Zwar musste er sich in Katar beim Thema Startelf (noch) hinter Thomas Müller anstellen, doch spätestens im Champions-League-Achtelfinale gegen Liverpool Mitte Februar wird ihm eine entscheidende Rolle zukommen, da Müller bekannterweise eine Rotsperre absitzen muss. Entscheidend wird sein: Wie hält Trainer Kovac seinen Superstar bis dahin bei Laune? Hasan Salihamidzic erklärt: „Er muss sich wohlfühlen, um Top-Leistung zu bringen.“ Das tat er in Doha merkbar. Kingsley Coman: Der pfeilschnelle Franzose dribbelt, schlägt Haken und überzeugt mit einem präzisen Torabschluss. Nach seiner Seuchen-Saison 2017/2018 ist Coman bereit, um an seine starken Leistungen anzuknüpfen. Beim geheimen Abschlussspiel stand er mit Serge Gnabry in der A-Elf und sorgte für das eine oder andere Tor.

Robert Lewandowski: Durchtrainiert, ehrgeizig und vor allem: ein Teamplayer! Lewandowski zeigt in der Wüste ein neues Gesicht, stellt sich in den Dienst der Mannschaft, statt den Fokus nur auf Toreschießen zu legen. „Klar möchte ich der Beste sein und die meisten Tore schießen, das ist mein Job. Aber es ist genau so wichtig, sich über die Mannschaft Gedanken zu machen, um so Spiele zu gewinnen“, sagte er dem Vereinssender.

Verlierer

Mats Hummels: In Katar wurde deutlich, dass der WM-Held von 2014 nur noch an dritter Stelle in der Innenverteidigung kommt – hinter Niklas Süle und Jerome Boateng. Außerdem überraschte Hummels während der Zeit am Golf mit einem Online-Posting, das seine Gegentor-Einsatz-Statistik hervor hob. Man kann sich vorstellen, wie so etwas in der Mannschaft ankommt. Mittlerweile hat Mats den Eintrag gelöscht.

Javi Martinez: Dem Spanier ergeht es ähnlich wie Hummels. Bei Übungen mit zentralen Mittelfeldspielern wurde Martinez meistens in die Abwehr-Gruppe abgeschoben. Sogar Renato Sanches hat ihn mittlerweile überholt. Die Zeichen stehen auf Abschied im Sommer.

Franck Ribery: Nicht nur, dass der Franzose wegen seines Wut-Postings für den Skandal im Trainingslager sorgte, am Mittwoch verletzte er sich auch noch am Oberschenkel. Die Belastung in Doha war hoch, genauso wie das Alter des Monsieurs.

Sandro Wagner: Eines wurde in Doha klar: Viel mehr Einsätze als bisher wird Wagner auch in der Rückrunde als Lewandowski-Backup nicht bekommen.

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