Düsseldorf – Robert Lewandowski begeistert in den sozialen Medien aktuell mit einem Foto, das seinen durchtrainierten Körper zeigt. Jeder Muskelstrang des stählernen Bizeps ist darauf zu sehen. Den Verein begeistert der Pole aktuell mit seinem Mannschaftsgeist. Nach Monaten voller Ego-Trips in Sachen Tore und Vereinswechsel hat er für 2019 einen guten Vorsatz getroffen: Sich voll und ganz in den Dienst der Mannschaft zu stellen.
In einem Youtube-Interview mit dem Clubsender sagt Lewandowski: „Wenn die Rückrunde startet, denke ich nicht daran, wie viele Tore ich schießen möchte. Klar möchte ich der Beste sein und will die meisten Tore schießen – das ist mein Job. Aber auch ich muss mir auf dem Platz Gedanken machen, was ich außerdem noch für die Mannschaft tun kann.“ Teamplayer statt Tor-Egoist!
In der Vergangenheit beschwerte sich der Stürmer häufig über zu wenig Rückendeckung der Mannschaft auf dem Platz. Zur Erinnerung: In der Saison 2016/2017 fühlte er sich im Kampf um die Torjäger-Kanone zu wenig von seinem Teamkollegen unterstützt, sagte damals nach seinem verlorenen Duell mit dem Dortmunder Pierre-Emerick Aubameyang: „Es tut nun nicht mehr weh, aber am Anfang tat es das schon. Vielleicht empfand ich so, weil ich nicht völlig damit zufrieden war, wie das Team mich unterstützt hat. Unmittelbar nach dem letzten Spiel war ich sauer, ich war enttäuscht von meiner Mannschaft.“ Diese Aussagen sorgte für Unruhe im Kader, und auch die Bossen waren nicht begeistert.
Nun stellt der 30-Jährige seine persönlichen Tor-Ziele hinten an, wie er versichert: „Wenn ich kein Tor schieße, muss ich für die Mannschaft arbeiten. Dann muss ich Räume schaffen, und wenn jemand besser postiert ist, den Ball dorthin spielen. Und wenn meine Kollegen dann das Tor machen, bin ich genau so glücklich.“
Weshalb Lewandowski sich manchmal auch zu Transfer-Angelegenheiten und Management-Entscheidungen äußert, erklärt er so: „Ich bin ein Spieler, der sich Gedanken macht, was ich persönlich besser machen kann, aber auch was die Mannschaft verbessern kann. Also spiele ich für die Mannschaft,, aber die Mannschaft auch für mich. Wir brauchen in jedem Spiel drei Punkte – und ich tue als Stürmer alles dafür, dass wir das schaffen.“
So wie gestern: Im ersten Spiel des Telekom-Cups gegen Fortuna Düsseldorf war auffällig, wie häufig er auf die rechte und linke Seite wechselte, um seinem Hintermann Thomas Müller so mehr Räume zu verschaffen. Normalerweise schnell im Motzki-Modus, klatschte Lewndowski seinen Mitspielern bei Fehlpässen aufmunternd. Außerdem kümmert er sich auch um die Eingewöhnung von Kanada-Juwel Alphonso Davies: „Ich werde versuchen, viel mit ihm zu sprechen. Ich weiß, dass es für ihn wichtig ist sich wohlfühlen, und dabei möchte ich ihm helfen. bok