Skispringen
Der frühere Skisprung-Weltmeister Severin Freund, 30, hat im zweitklassigen Continental Cup einen Podestplatz eingefahren und damit neues Selbstvertrauen getankt. Beim zweiten Wettbewerb in Bischofshofen wurde der Wahl-Münchner am Samstag Dritter und musste sich nur dem Slowenen Ziga Jelar und Clemens Aigner (Österreich) geschlagen geben. Mit Sprüngen auf 129 und 127 m deutete Freund seine frühere Klasse erstmals wieder richtig an. Der zweite Wettbewerb hätte eigentlich erst am Sonntag stattfinden sollen und wurde vorverlegt, weil weitere Schneemassen gemeldet sind. Im ersten Springen hatte Freund zuvor nur Rang elf belegt und war damit hinter Felix Hoffmann (3.) und Pius Paschke (4.) drittbester Deutscher. Weltcup-Rekordsieger Gregor Schlierenzauer (Österreich), der derzeit auch um Formaufbau kämpft, wurde erst Neunter und dann Vierter.
Shortrack
Die EM der Shorttracker hat für Anna Seidel gestern ein trauriges Ende gefunden. Die Dresdner Olympia-Starterin stürzte beim Titelkampf im niederländischen Dordrecht im Viertelfinale über 1000 Meter und wurde wegen Behinderung der Niederländerin Yara van Kerkhof nachträglich auch disqualifiziert. Da sie zum Auftakt auch über 1500 Meter gestürzt war, blieb ein 7. Rang über 500 Meter das beste EM-Einzelergebnis der Sächsin in Holland. Mit der deutschen Staffel hatte sie gestern das B-Finale gewonnen und war im Gesamtklassement auf Platz sechs eingekommen.
Eisschnelllauf
Die Sprinter Nico Ihle (Chemnitz) und Joel Dufter (Inzell) haben bei den für die deutschen Eisschnellläufer durchwachsenen Europameisterschaften in Klobenstein/Italien für die besten Ergebnisse gesorgt. Ihle sicherte sich nach je zwei Rennen über 500 m und 1000 m in der Gesamtwertung mit 141,335 Punkten den 5. Rang. Dufter belegte mit 141,905 Zählern Platz 7. Den Titel sicherte sich der niederländische Titelverteidiger Kai Verbij (139,085). Bei den Frauen kam Gabriele Hirschbichler (Inzell/157,585) bei 13 Starterinnen nicht über den 11. Rang hinaus. Gold ging an die Österreicherin Vanessa Herzog (151,445).
Skilanglauf
Die deutschen Skilangläufer haben beim Heim-Weltcup in Dresden zumindest für ein paar Achtungserfolg gesorgt. Für das bisher beste Damen-Ergebnis der Saison sorgte im Sprint Sandra Ringwald (Schonach-Rohrhardsberg) als Siebte, womit sie die WM-Norm bestätigte. Im Teamsprint wurden Laura Gimmler und Elisabeth Schicho ebenfalls Siebte. Janosch Brugger und Thomas Bing verpassten indes wie das Duo Victoria Carl/Ringwald den Endlauf. Im Sprint wurde Sebastian Eisenlauer als 16. bester Deutscher.