Großer Kampf auf dem Zahnfleisch

von Redaktion

DEL2: Überraschung der Tölzer gegen Frankfurt – in Weißwasser büßen sie aber dafür

Bad Tölz – Der Effekt des Befreiungsschlags war nicht von Dauer. Ein etwas überraschender 4:3-Penalty-Heimsieg gegen DEL 2-Spitzenreiter Frankfurt brachte die Tölzer Löwen vorübergehend in Hochstimmung und auf Rang zwölf der Tabelle. Doch die Ernüchterung folgte am Sonntag: Eine 0:7-Klatsche bei den ebenfalls favorisierten Lausitzer Füchsen. Damit fällt Tölz wieder hinter Freiburg zurück.

Bis zu einem Doppelschlag nach 35 Minuten waren die Löwen in Weißwasser jedoch gut dabei. Liefen lediglich einem 0:1-Rückstand hinterher, ließen wenig zu und holten sich die eine oder andere Chance. Doch zwei Scheibenverluste im eigenen Angriff, zwei Konter der Füchse und das 0:3 per Doppelschlag waren für Löwen-Trainer Markus Berwanger der Knackpunkt.

„Weißwasser hat viel Tempo und viel Druck gemacht und verdient gewonnen. In der Schlussphase hat uns die Power gefehlt, da war fast jeder Schuss ein Treffer“, erklärt er die vier Tore im Schlussabschnitt. Seit zwei Wochen fehlen den Löwen vier bis fünf Spieler im ohnehin knappen Kader.

Schmerzlich vermisst wird Topscorer Kyle Beach (Knöchelverletzung) – nicht zuletzt für das Powerplay, das sich zu einer beachtlichen Waffe entwickelt hat. Auch die Abwehr ist mit fünf Verteidigern dünn besetzt, kommt auf dem Zahnfleisch daher. Die Defizite glichen die Tölzer beim Heimspiel gegen Frankfurt durch bedingungslosen Einsatz aus – und schafften die Überraschung. Sie legten zweimal vor – per Penalty durch Interims-Goldhelm Stephen MacAulay – und im Powerplay durch Andreas Pauli. Frankfurt drehte das Spiel zwar auf 3:2, doch aufgeben kam für die Tölzer nicht in Frage. Sie zeigten einen mustergültigen Angriff, den Kevin Wehrs zum Ausgleich abschloss. Frankfurt hatte wesentlich mehr Schüsse und Scheibenbesitz. „Aber entscheidend waren die Konter, die Geradlinigkeit“, meint Berwanger. Und da hatten die Löwen die Nase vorne. Genauso wie im Penaltyschießen, als die Löwen bei einem Frankfurter Erfolg zweimal trafen. NICK SCHEDER

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