Podolski: Mal Döner, mal Gold-Steak

von Redaktion

Weltmeister von 2014 springt dem Ex-Kollegen Ribery zur Seite

Gummersbach – Wo immer Lukas Podolski, 33, auftaucht, ist gute Laune angesagt. Ein Späßchen hier, ein Interview dort, ein paar Selfies mit Fans und Fotos auf dem roten Teppich – der ehemalige Nationalspieler zeigt sich auch bei seiner Stippvisite in Deutschland in Bestform. „Wir verkaufen Döner online“, sagte der Weltmeister von 2014 spitzbübisch, als er in Gummerbach nach dem Sinn der für vier Jahre besiegelten Geschäftsbeziehung mit dem japanischen Dienstleister Rakuten gefragt wurde. Rakuten steht in Konkurrenz zu den Internet-Giganten Ebay und Amazon – und Podolski besitzt unter anderem einen Dönerladen.

Auch zur sogenannten Gold-Steak-Affäre des Bayern-Profis Franck Ribery hat Podolski eine dezidierte Meinung. Er findet das Ganze „nicht so dramatisch“ – getreu dem Motto: „Soll jeder sein Leben so leben, wie er es für richtig hält.“ Die Reaktionen darauf hält er für übertrieben: „Das ist in Deutschland extrem. Wenn ich als Lukas Podolski jetzt einen Döner esse, sagen sie: Boah, was für ein geiler Typ! Und wenn ich mir am nächsten Tag ein goldenes Steak reinhaue, heißt es: Was ist das denn für ein A…“ Gleichwohl missbilligt er die in Gossensprache verfasste Reaktion seines ehemaligen Mitspielers nicht. „Im Nachhinein weiß er auch, dass er da vielleicht zu früh oder zu schnell reagiert hat.“

Nach der Pressekonferenz vor dem Benefizspiel von „Poldi & Friends“ gegen eine andere Promi-Auswahl gibt Podolski auch ernsthafte Einblicke zu seiner Zukunft. Er könne sich eine Rückkehr in die Bundesliga durchaus vorstellen. Ab 2020 sei er für alles offen, sagt der noch bei Vissel Kobe beschäftigte Profi: „Ich plane nicht mein Karriereende. Ich möchte noch weiterspielen. Es kann in alle Richtungen gehen. Bleibt man noch ein Jahr in Japan, geht man zurück nach Köln oder in ein anderes Land?“ Eine Entscheidung stünde aber erst im Sommer an.

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