Huddersfield – Es war nicht nur eine Floskel. Die Trennung war einvernehmlich. Das betonte Huddersfield-Boss Dean Hoyle nach dem Abschied von Trainer David Wagner ausdrücklich. „Ich hatte nicht die Absicht, David diese Saison zu entlassen“, so Hoyle in der emotionalen Mitteilung. Doch der Coach habe „klargemacht, dass er eine Pause von den Strapazen des Fußballmanagements braucht.“ Nächste Station könnte die Bundesliga sein.
Schon mehrfach stand Wagner (47) bei deutschen Clubs auf der Liste. Im Dezember 2016 galt er beim VfL Wolfsburg als Kandidat, doch der Deutsch-Amerikaner bekannte sich zu den Terriers. „Seit er hier ist, hat er mehrere Angebote von Bundesliga-Clubs abgelehnt“, verriet Doyle damals. Auch Leverkusen, Darmstadt, für das Wagner einst spielte, und zuletzt Frankfurt sollen interessiert gewesen sein. Spekulationen gab es in jüngerer Vergangenheit auch über Hoffenheim. Der Club, bei dem Wagner Ende der 2000er die U19 und U17 trainierte, bevor er zu Borussia Dortmund II ging, sucht wegen des Abgangs von Julian Nagelsmann einen neuen Coach. Noch im Oktober verwies Wagner auf seinen bis 2021 laufenden Vertrag. Nun scheint ein Engagement ab Sommer plausibel.
In Huddersfield werden sie den Deutschen vermissen. „Ich kann David nicht genug für alles danken, was er erreicht hat“, erklärte Hoyle. Der Coach prägte die erfolgreichste Zeit des Clubs seit Jahrzehnten. „Unter seiner Leitung haben wir Dinge auf dem Fußballplatz erreicht, die alles in der jüngeren Erinnerung toppen und die meine wildesten Träume als Vorsitzender und als Fan übertroffen haben,“ lobte Hoyle nun zum Abschied. dpa