Zverev erst schlampig, dann souverän

von Redaktion

Melbourne – Alexander Zverev wachte rechtzeitig auf, als ihm in Melbourne ein Fehlstart drohte. „Offensichtlich war ich zu Beginn ein bisschen schlampig, vielleicht schläfrig“, sagte der 21-Jährige nach seinem souveränen Auftaktsieg bei den Australian Open. Der Weltranglistenvierte hatte gegen den Slowenen Aljaz Bedene früh ein Break kassiert, setzte sich aber nach 1:55 Stunden leicht und locker 6:4, 6:1, 6:4 durch und sparte Kraft für den weiteren Turnierverlauf. Dort trifft er morgen auf den Franzosen Jeremy Chardy. Die leichte Fußverletzung, die der gebürtige Hamburger im Training erlitten hatte, sollte bis dahin keine Rolle mehr spielen. „Der Knöchel tut noch ein bisschen weh und ist ein bisschen geschwollen, es wird aber jeden Tag besser“, sagte Zverev.

Dem Sieger des ATP-Finals von London folgten Routinier Philipp Kohlschreiber (Augsburg) und Maximilian Marterer (Nürnberg) in die zweite Runde. Kohlschreiber (35) ließ Li Zhe aus China beim 6:2, 6:2, 6:4 keine Chance, ebenso wenig Probleme hatte Marterer (23) beim 6:3, 6:1, 6:3 über den französischen Qualifikanten Gleb Sakharov.

Chancenlos war Tatjana Maria (Bad Saulgau) im Duell mit Serena Williams (USA). Mit Tränen in den Augen verließ sie die Halle nach dem 0:6, 2:6 in nur 49 Minuten und war auch lange danach noch untröstlich. „Das Schlimmste ist: Ich habe nicht ansatzweise gezeigt, was ich kann“, sagte Maria, für die ebenso früh Schluss war wie für Mona Barthel (Neumünster) und Mischa Zverev (Hamburg).  sid

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