Leverkusen – Nach dem 1:0-Coup in Leverkusen liefen die Gladbacher Profis auf ihn zu, und auch die Fankurve ließ ihn hochleben. „Das freut einen natürlich“, sagte Yann Sommer. Mit starken Paraden hatte der Schweizer sein Team vor einem Gegentreffer bewahrt und zugleich zwei Bestmarken aufgestellt. Die Borussia blieb zum achten Mal in 18 Spielen ohne Gegentreffer und stellt die beste Abwehr der Liga (nur 18 Gegentreffer). In der zurückliegenden Saison war der Verein vom Niederrhein satte 52 Mal überlistet worden.
Alle reden vom Supersturm mit Hazard und Plea – doch Gladbachs größter Trumpf in dieser Saison ist die Defensivstrategie. „Das fängt vorne bei Lars Stindl an, und was dann noch durchkommt, da muss unsere Innenverteidigung stehen – und auch unser Torwart“, erklärte Trainer Dieter Hecking. Jonas Hofmann personalisierte das Lob. „In Yann Sommer hatten wir mal wieder einen superstarken Torhüter“, schwärmte der Mittelfeldspieler.
Leidtragender war Peter Bosz, dem als Nachfolger von Heiko Herrlich kein Erfolg bei seinem Einstand auf der Bayer-Bank beschieden war. „Das war heute ein Rückschlag, denn wir sind in der Rolle des Verfolgers und brauchen die Punkte“, sagte der Niederländer, der sich aber weiterhin optimistisch gibt: „Wir haben noch 16 Spiele, es sind noch viele Punkte zu vergeben. Ich glaube, dass wir auf einem guten Weg sind. Der Europacup ist immer noch möglich.“ ulk