Rosenheim – Die Starbulls-Fans dachten wahrscheinlich, dass es nach der 2:10-Niederlage gegen Regensburg nicht schlimmer werden könne – bis das Heimspiel gegen die Selber Wölfe kam. Diese Partie war der absolute Tiefpunkt. Warum? Weil die Aussprache in der Versammlung zwischen Trainer, Mannschaft, Vorstandschaft und Fans scheinbar nichts gebracht hat. Bei der 1:6-Schlappe gegen die Selber, der höchsten Heimpleite in dieser Saison, präsentierten sich die Starbulls schwach im Spielaufbau und vor allem emotionslos – und das trotz der bedingungslosen Unterstützung der Fans bis in die Schlussphase hinein.
Wer allerdings die Kommentare auf der Facebook-Seite der Starbulls nach dem Spiel las, weiß dass der Geduldsfaden bei den treuesten Fans gerissen ist. Weil auch das Gastspiel in Weiden wieder einmal in der Overtime verloren wurde, dümpeln die Rosenheimer in der Tabelle der Oberliga-Meisterrunde im Niemandsland herum. Positiv in Weiden waren das erste Drittel mit vielen guten Chancen und das Überzahltor von Vitezslav Bilek zur 2:1-Führung. Es war das erste Tor in den letzten neun Partien bei 30 Powerplays.
Die letzten Leistungen lassen kaum Hoffnung zu, dass die Starbulls in den nächsten Spielen die Wende schaffen werden. HANS-JÜRGEN ZIEGLER