Großer Charakter der kleinen Bank

von Redaktion

Vier DEL2-Punkte für die Tölzer Löwen bei Scott Beatties Einstand

Bad Tölz – Gekämpft haben die Löwen schon immer. Und auch am Wochenende sicherten sie sich dank großen Einsatzes vier Punkte im Kampf gegen die Abstiegsrunde. Am Freitag in Bayreuth retteten sie sich mit dem Treffer zum 2:2 in letzter Sekunde in die Verlängerung, in der sie 2:3 unterlagen. Und beim Heimspiel gegen Bayreuth am Sonntag verteidigten sie eine 4:2-Führung gegen Dresden, obwohl ihnen in der Schlussphase nur noch zwei Verteidiger zur Verfügung standen.

Kevin Wehrs fehlte gesperrt, Andreas Schwarz humpelte nach einem Check vom Eis, Tom Horschel musste mit Spieldauer frühzeitig zum Duschen. Dresden war mittlerweile auf 3:4 herangekommen, und Valentin Gschmeißner kassierte kurz vor Schluss noch eine Strafzeit. So blieben nur Caseys Borer und Niki Heinzinger als gelernte Verteidiger, um sich dem Sturmlauf in doppelter Dresdner Überzahl entgegenzuwerfen. „Wir haben großen Charakter bei immer kleiner werdender Ersatzbank gezeigt“, sagt der neue Trainer Scott Beattie.

Es ist auch ein wenig die Spielweise unter ihm – eingeleitet schon von Interimscoach Florian Funk –, die zu den Erfolgen beiträgt: Die Tölzer laufen mit deutlich mehr Zug zum Tor auf, spielen einfacheres, geradlinigeres Eishockey, stören den Gegner schon in der neutralen Zone. Und die Leistungsträger, die bisher hinter ihren Erwartungen zurückblieben, nun aber von der Leine gelassen werden, liefern. Lubor Dibelka, Philipp Schlager, Hannes Sedlmayr, Florian Strobl oder Manuel Edfelder kommen in Fahrt. Gerade rechtzeitig zur entscheidenden Saisonphase.

Die Löwen haben im Abstiegskampf wieder Blut geleckt. Sie verkürzten den Rückstand auf Rang zehn und die Pre-Playoffs auf sechs Punkte. NICK SCHEDER

Artikel 1 von 11